Mi. 06.11. | Geographien der Gewalt – Migration und Journalismus in Mexiko

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: frei / Spenden erbeten

Mit dem „Krieg gegen die Drogenkartelle“ wurde ab 2006 der Militär- und Polizeiapparat in Mexiko massiv ausgebaut. Die Gewalt entwickelte eine scheinbar unaufhaltsame Eigendynamik.
Die „Geographie der Gewalt“ prägt auch unter der neuen Regierung den Alltag der sozialen und politischen Bewegungen, aber auch den vieler kritischer Journalistinnen. Mexiko ist heute das tödlichste Land weltweit für Medienschaffende.

Die ökonomische Abhängigkeit Mexikos vom US-Markt hat – wie die Entwicklung der Migrantinnenpolitik spätestens seit Juni diesen Jahres zeigte – die Regierung erpressbar gemacht hat. In den Ländern Zentralamerikas war die (trügerische) Hoffnungen gewachsen, Migrantinnen würden in Mexiko willkommen sein. Doch mit den „Migrations Protection Protocols“ (MPP) stimmte Mexiko der US-Forderung zu, den Transit Richtung Norden zu unterbinden, und erlaubte außerdem den US-Behörden Migrantinnen, die ohne reguläre Dokumente aufgegriffen werden, in mexikanische Lager abzuschieben, bis ihr Fall entschieden ist.
Timo Dorsch, freischaffender Journalist, wird die aktuelle mexikanische Politik skizzieren.

Am Grenzzaun

Veranstalter: Zapapres e.V.
Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2/ Nähe U-Feldstraße
Gefördert v. AGP v. Engagement Global