Fr 15. Nov (19 Uhr) / Vortrag + Diskussion

Favela Monte Azul als Lebensraum
Über ein Leuchtturmprojekt zur Gestaltung brasilianischer Slums

Mit Ute Craemer (Gründerin der Associação Comunitária Monte Azul)
Ort: GLS-Bank, Mittelweg 147
Eintritt: frei
Veranstalter: GLS Bank, Zukunftsstiftung Entwicklung und Monte Azul International

Die kleine Initiative Associação Comuntária Monte Azul wurde 1979 von der deutschen Waldorf-Pädagogin Ute Craemer in einer Favela in São Paulo ins Leben gerufen. Sie ist mittlerweile zu einer sozialen Organisation mit Modellcharakter für die Herausforderungen eines Großstadt-Slums geworden. 1350 Kinder und Jugendliche werden betreut, insgesamt 20.000 Menschen in drei Favelas profitieren von der Arbeit. Deutsche und Brasilianer arbeiten dort seit über 30 Jahren Seite an Seite, um die Lebensbedingungen der Menschen in den Favelas nachhaltig zu verbessern.

Das dort entwickelte partizipative und integrative Modell von Communitybuilding und Entwicklungszusammenarbeit, das die Einwohner der Favelas in die Arbeit einbindet, ist bis heute einzigartig und dient vielen anderen sozialen Projekten als Vorbild.

Die Arbeit ist geprägt von einer Sicht auf den Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele und basiert auf der Anthroposophie. Auch die Erziehungsmethode, die in den pädagogischen Einrichtungen angewandt wird, beruht auf der von Rudolf Steiner entwickelten Waldorfpädagogik.

Ute Craemer ist zutiefst davon überzeugt, dass soziale Arbeit eine spirituelle Grundlage haben muss, sei sie nun christlich oder anderweitig geprägt. Nur wenn der Mensch als Ganzes gesehen wird, kann wirkliche Veränderung stattfinden.