Filmreihe: Der Kampf um Gerechtigkeit in Guatemala

In den Jahren 1960 bis 1996 herrschte in Guatemala ein Bürgerkrieg, von dem sich das Land bis heute nicht erholt hat. Mehrere Guerillagruppen kämpften gegen wechselnde Militärjuntas, die im Laufe der Auseinandersetzungen etwa 200.000 Menschen verschleppten und ermordeten. Die Regierungszeit von General Ríos Montt (April 1982 bis Juli 1983) gehört zu den brutalsten Kapiteln des Krieges. Ihm wurde im Mai 2013 der Prozess gemacht. Eine mutige Richterin verurteilte den heute 86-jährigen zu 80 Jahren Haft. Er war der erste ehemalige Staatschef in Lateinamerika, der von einem einheimischen Gericht wegen Völkermordes verurteilt wurde. Auch wenn dieses Urteil kurze Zeit später wieder aufgehoben wurde, wird damit kein Schlussstrich unter die Vergangenheit gezogen. Der Kampf um Gerechtigkeit in Guatemala wird weitergehen.

Anhand von drei Dokumentarfilmen soll dieses mittlerweile Generationen übergreifende, nationale Trauerspiel illustriert werden. Am Ende der Vorführungen stellen sich Experten Fragen des Publikums.

Mo 28. Okt (19 Uhr) / Film + Diskussion
La Isla – Archive einer Tragödie
(Dt teilw. OmU, 2009, 85 min. von Uli Stelzner)
In Anwesenheit des Regisseurs

Mi 30. Okt (19 Uhr) / Film + Diskussion
The Echo of Pain of the Many (Das Echo des Schmerzes vieler)
(O engl., 2011, 90 min. von Ana Lucía Cuevas)
In Anwesenheit von Johannes Stiebitz, pbi-Rückkehrer

Mo 04. Nov (21:15 Uhr) / Film + Diskussion
Granito. How to nail a dictator (Wie man einen Diktator festnagelt)
(O engl., 2011, 90 min. von Pamela Yates)
In Anwesenheit von Sabine Kurtenbach (Guatemala-Expertin, ILAS/GIGA-Hamburg)

Ort der Reihe: Metropolis-Kino, Kleine Theaterstr. 10 (neben der Oper)
Eintritt: 7,- € pro Abend
Veranstalter: Amnesty International – Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe zusammen mit peace brigades international (www.pbi-deutschland.de)