Di 26. November (19:00 Uhr) / Vortrag + Diskussion

40 Jahre nach dem Putsch in Chile
Bilanz eines neoliberalen Experiments
Mit Maya Fernández Allende, Enkelin von Salvador Allende, Biologin und sozialistische Kommunalabgeordnete in Santiago | Cristián Cuevas Zambrano, Vorsitzender der Gewerkschaft der Leiharbeiter der Kupferindustrie
Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V., Nernstweg 32-34
Eintritt: frei
Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg e.V.

Generationen- und grenzüberschreitend verbindet der Name Allende die Hoffnungen Millionen von Menschen nach einem friedlichen und demokratischen Weg zur Überwindung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Als Enkeltochter des am 11.September 1973 gewaltsam gestürzten Symbols dieses Weges -Salvador Allende-, steht Maya Fernández unter anderem für die Ausdauer und die Fortsetzung eines ganz persönlichen und familiären Einsatzes für eine andere Politik. Die Biologin und Veterinärmedizinerin wird bei den Wahlen am 17.November zur Wahl für ein Abgeordnetenmandat antreten. Sie wird über das Erbe Allendes und den schweren Mantel der Diktatur im heutigen Chile berichten.

Cristián Cuevas Zambrano hat als Vorsitzender der Leiharbeiter der Kupferindustrie 2007 zwei der massivsten Streiks der jüngeren Geschichte Chiles mitorganisiert, die dazu beitrugen, dass das Streikrecht ausgeweitet wurde. Auch er kandidiert bei den Wahlen am 17.November in Chile, aufgestellt von der Kommunistischen Partei. Cristián Cuevas wird seine Erfahrungen über die extrem schwierigen Bedingungen des Arbeitskampfes im neoliberalen Chile von heute teilen.