Category Archives: Allgemeines

Die Covid-19 Pandemie hat in Lateinamerika viel stärker als hier in Europa die strukturellen Schwächen im Gesundheits-, Bildungs- und Arbeitsbereich deutlich gemacht und zugespitzt. Dabei werden auch die großen und kleinen Unterschiede in Auswirkungen und Umgang mit der Pandemie sichtbar. Gleichzeitig beeindrucken uns Stärke und Widerstandskraft der Gesellschaften. Soziale Bewegungen führen ihre Kämpfe fort und setzen sich für die Rechte der Menschen ein.

In Filmen und Diskussionsveranstaltungen zeigen wir den Widerstand, vor allem den von Frauen und indigenen Gemeinden. 

Die Lateinamerikatage greifen nur einen kleinen Ausschnitt aller Lebensrealitäten der vielfältigen Bevölkerungsgruppen in den verschiedenen Ländern dieses riesigen Kontinents auf und laden deshalb dazu ein, über unseren Horizont hinauszublicken und in Hamburg weiterhin viele unterschiedliche Länder und Themenschwerpunkte sichtbar zu machen und allen Umständen zum Trotz solidarisch zu sein. 

Alle Veranstaltungen sind als Präsenzveranstaltungen geplant. Die Entscheidung, ob als 2G oder 3G-Veranstaltung – oder ob noch andere Vorgaben berücksichtigt werden müssen – wird zeitnah zu den einzelnen Veranstaltungen auf dieser Website und auch auf facebook angekündigt.

Sa 06.11. | Her mit dem guten Leben | Klimawandel und indigene Autonomie

Zwei Präsenz-Veranstaltungen mit Diskussion
18:00 & 20.00 Uhr / Eintritt gegen Spende

Her mit dem guten Leben

Wie kann eine Postwachstumsgesellschaft aussehen? Welche politischen Initiativen und soziale Strukturen können dabei eine Rolle spielen?

Klimawandel und indigene Autonomie

Beispiele indigener Gemeinden im Kampf für eine gesunde Umwelt und gegen Vertreibung und politischer Bevormundung.

Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg
Veranstalter: dynamo trikont e.V. und el rojito e.V.
Gefördert von der Gesellschaft der Europäischen Akademien e.V.

Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden

So 14.11. | Silence Radio – Porträt einer mutigen mexikanischen Journalistin

Film-Matinee (OmU) + Diskussion
11:00 Uhr / Eintritt: € 9,00 / ermäßigt € 8,00 /zeise card: € 7,50

Nach der Enthüllung von einem der zahlreichen Korruptionsfälle um den früheren mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto erhält die Journalistin Carmen Aristegui Morddrohungen. Auf Druck der Regierung werden sie und ihr Team entlassen.

Aber Carmen schweigt nicht. Sie gründet eine eigene Nachrichtenplattform und setzt ihren lebensgefährlichen Kampf für Meinungs- und Pressefreiheit und gegen Fake News fort und macht tagtäglich deutlich, dass die Angst nicht siegen darf.

Carmen Aristegui kämpft weiter, obwohl Mexiko auch weiterhin zu den gefährlichsten Ländern für Journalist*innen weltweit gehört. Denn nirgendwo wurden in den vergangenen Jahren mehr Medienschaffende ermordet, vor allem, wenn sie über Drogenkartelle, Korruption oder Machtmissbrauch berichteten.


Ort: Zeise Kinos, Friedensallee 7, 22765 HH
Veranstalter: Zapapres e.V. + Amnesty International

Lateinamerikatage 2020

Menschen verschwinden spurlos, vor allem Aktivistinnen aus sozialen und politischen Zusammenhängen. Häusliche Gewalt und Gewalt gegen Mitarbeitende des Gesundheitssektors nehmen zu. Journalistinnen werden verfolgt und die Pressefreiheit wird noch häufiger missachtet als bisher. Rohstoffausbeutung und Großprojekte führen zu sozialen Konflikten und ökologischen Schäden und kriminelle Banden zerstören das soziale Miteinander.

Die Covid 19 Pandemie hat die bestehenden sozialen und strukturellen Probleme der Länder Lateinamerikas verschärft. Unsere Gegnerinnen sind nicht mehr klar erkennbar. Sie bestehen in den gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen, die die Missachtung der Menschenrechte möglich machen und verschleiern und so wird der Kampf um Gerechtigkeit immer komplexer und wichtiger – gerade jetzt unter den aktuellen Bedingungen.

Wir, die Organisatorinnen der Lateinamerika-Tage 2020, versuchen diese vielschichtigen Probleme zu thematisieren und gleichzeitig denen das Wort zu geben, die in Lateinamerika trotz alledem weiterhin für ihre Rechte einstehen und Gerechtigkeit für andere fordern.

Di 20.10. | Her mit dem guten Leben! & Klimawandel und indigene Autonomie

Mit Klaus Hess und Klaus Hackländer, Infobüro Nicaragua, Wuppertal
dynamo trikont/el rojito

DIE VERANSTALTUNG MUSS COVID19-BEDINGT LEIDER AUSFALLEN

18:00 & 20:00
Präsenzdoppelveranstaltung mit Diskussion
Eintritt gegen Spende
Fuxkaserne Bodenstedtstr. 16, Hamburg (Nähe S-Holstenstraße)

Die globale Krise hat vielfältige Formen. Mit welchen politischen Alternativen kommen wir aus der Pandemie heraus? Was ist unter sozial-ökologischer Transformation zu verstehen? Wie können wir den öffentlichen Raum wieder gewinnen, das „Recht auf Stadt“ erkämpfen? Wie kann eine Post-Wachstumsgesellschaft aussehen? Welche Rolle spielt da die Wirtschaft und die soziale Sicherung?

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Di 27.10. | Journalismus in Zeit von Covid 19: neue Gefahren für kritische Journalist*innen

mit der mexikanischen Journalistin Marta Durán
Videokonferenz mit Übersetzung
19:00

Zapapres e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg + dju-HH (Verdi)
Zugangsdaten über: info@zapapres.de
Die Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Mexiko gilt als gefährlichstes Land für Journalistinnen außerhalb von Kriegsgebieten. Wer zum Beispiel über die Kartelle und ihre Verbindungen zu den Sicherheitskräften und politischen Entscheidungsträgern berichtet, schwebt in Lebensgefahr. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen wurden 2019 zehn Journalistinnen und Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet – die meisten weltweit, zusammen mit dem Bürgerkriegsland Syrien. Im aktuellen Pressefreiheitsranking der Organisation liegt Mexiko auf Platz 143 von 180 Ländern.

Foto von Marta Durán de Huerta
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Lateinamerikatage Hamburg 2018

 
68 – 18: Seien wir realistisch – wagen wir das Unmögliche!
¡Seamos realistas – hagamos lo imposible!

Klare Ziele, verschlungene Wege – 50 Jahre nach der Revolte der Studierenden hat sich die Welt gewandelt. Doch viele der damals kritisierten Probleme sind auch heute noch in Lateinamerika – und anderswo – aktuell.

Die Zivilgesellschaft Lateinamerikas fordert nicht nur das Unmögliche, sondern handelt trotz Repression und heftiger Gegenwehr der politischen und ökonomischen Eliten und Regierungen selbst. Politischer Widerstand und sozialökologische/ökosozialistische Bewegungen werden immer lauter. Alternativen zur Wachstumslogik und der Ausbeutung des Landes entwickeln sich vor allem auf lokaler Ebene.

In diesem Sinne fokussieren die LateinamerikaTage 2018 die Resilienz und Stärke unserer Partnerorganisationen in Lateinamerika. Forderungen an die deutsche Gesellschaft, Politik und Wirtschaft entwickeln sich auf der Grundlage der Einschätzungen unserer Referent_innen.

Seien wir realistisch, wagen wir das Unmögliche! Wir freuen uns auf bewegende Themen und Analysen und eine bewegte Diskussion mit der engagierten Hamburger Zivilgesellschaft.

Lateinamerikatage Hamburg 2017

A pesar de todo: derechos humanos –
Menschenrechte: trotz alledem

Wenn Menschen spurlos verschwinden, Gruppen diskriminiert werden, die in anderen Geschlechterrollen denken, wenn Journalist*innen verfolgt werden und Pressefreiheit missachtet wird, wenn Rohstoffausbeutung und Großprojekte zu sozialen Konflikten und ökologischen Schäden führen, wenn Banden das soziale Miteinander zerstören und Politik Mauern errichtet und strategische Einmischung betreibt, dann liegt es auch an uns, deutliche Zeichen zu setzen.

Uns motiviert dazu die Lebensfreude, der Zusammenhalt durch Partnerschaften und der Widerstand, der trotz all dieser Plagen im südlichen amerikanischen Kontinent ein Kontrastprogramm der Hoffnung setzt.

Unsere Gegner sind nicht mehr klar erkennbar, denn ihre Macht beruht auf den gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen, die die Missachtung der Menschenrechte möglich machen und verschleiern und so rückt auch der Kampf um gerechtere Strukturen dringlicher in den Mittelpunkt.

Deshalb fordern wir im Rahmen der Lateinamerikatage 2017 in Hamburg:

Menschenrechte – Trotz alledem!

Lateinamerikatage Hamburg 2016

Demokratisierung in der Sackgasse?
Democratización – ¿Un callejón sin salida?
23. 10. bis 25. 11. 2016

Nach der Welle der Diktaturen in den 1970/80ern und dem neoliberalen Ausverkauf in den 90er Jahren, kamen mit dem neuen Jahrtausend in mehreren Ländern Lateinamerikas sozialdemokratisch bis sozialistisch orientierte Regierungen an die Macht und setzten neue wirtschafts- und sozialpolitische Akzente. Mittlerweile regiert in Argentinien erneut ein neoliberaler Präsident und in Brasilien wurde die Präsidentin politisch weggeputscht. Die Zukunft von Venezuela ist ungewiss; dagegen scheint der Friede in Kolumbien nah. Sollte die eingeleitete Demokratisierung bereits am Ende sein? Vor dem Hintergrund der traditionsreichen Beziehungen zwischen Hamburg und Lateinamerika organisieren die unterzeichnenden Organisationen auch in diesem Herbst wieder die kritischen Lateinamerikatage in dieser Stadt.

LateinamerikaTage 2015

Harte Wirklichkeiten – alternative Wege
Realidades duras – caminos alternativos     
29.10.-24.11.2015

Hier könnt ihr das aktuelle Programm herunterladen: Lateinamerikatage 2015 [PDF]

Seit vielen Jahren finden in Hamburg die Lateinamerika-Tage im Herbst statt. Sie werden organisiert von einem Bündnis von Basisgruppen und lateinamerikanischen Strukturen, die vielfältige Veranstaltungen zu aktuellen Themen zu Lateinamerika organisieren.

Thematisch steht 2015 die Entwicklung lateinamerikanischer Gesellschaften im Vordergrund, die nach verheißungsvollen Aufbrüchen vor wenigen Jahren wieder vor großen Problemen stehen. Vielschichtige politische, soziale und ökonomische Herausforderungen sind zu bewältigen. Auch die Beziehungen zwischen der Stadt Hamburg mit ihrem kolonialen Erbe  und Lateinamerika werden beleuchtet.

Lateinamerikatage 2013: Lebens(T)räume

Die aktuellen und historischen Entwicklungen in Lateinamerika sind für uns Anlass, Menschen zu Wort kommen zu lassen, die sich auf beiden Seiten des Atlantiks dafür einsetzen, dass die Träume von einem gerechten, menschenwürdige Leben Chancen auf reale Umsetzung bekommen. Die Frei-Räume, über diese Träume und Projekte nachzudenken, dürfen ebenso wenig eingeschränkt werden, wie die Lebensräume, die den Indígenas und den Kleinbauern noch zur Verfügung stehen.

Vorträge mit Diskussion, aber auch eine Filmreihe und eine musikalisch untermalte Lesung prägen das Programm. Auch wenn Lateinamerika mehr als 10 000 Kilometer von uns entfernt liegt, teilen wir viele der Träume für ein menschenwürdiges und gerechtes Leben. Die Veranstaltungen sollen auch Gelegenheit geben darüber nachzudenken, welche Räume wir hier zur Umsetzung schaffen können.

Hier könnt ihr euch das Programm 2013 herunterladen.