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Die Zukunft gehört dem Frieden, ein Wort, ein Postulat von José Martí, Kubaner und Symbol für den Unabhängigkeitskampf seines Landes, der überzeugt war von einer friedlichen Zukunft, als unabdingbarer Voraussetzung für das Überleben von Menschheit und Natur.
Frieden, ein Begriff, den Politiker weltweit heute nur selten im Munde führen. Ungleich häufiger ist von Aufrüstung, Waffen und Gewalt die Rede. Die Menschheit wird jedoch nur in und mit Frieden überleben, Frieden im Zusammenleben zwischen Menschen, Frieden im Zusammenleben mit der Natur.

Die Gesellschaften aller Länder, die im Fokus der folgenden Veranstaltungen der Lateinamerikatage 2019 in Hamburg stehen, leiden unter Kriegen, die ihnen aufgezwungen werden. Viele Menschen sehen nur in der Flucht eine Überlebenschance. Aber haben sie überhaupt eine Chance?
Sie sind meist nicht willkommen in den Ländern oder Regionen, in die sie fliehen. Dennoch können sie nicht in ihrer Heimat bleiben, weil sie dort Verfolgung, Misshandlung und Diskriminierung erwarten. Die Mehrheit der Bevölkerung der Länder sucht den Frieden, sucht Solidarität derjenigen, die unter menschenwürdigen Bedingungen leben.

Frieden kann nur ohne Ausbeutung von Mensch und Natur, nur durch Achtung von Menschenrechten und menschlicher Würde wachsen und bestehen.
Auf diese unabdingbaren Erfordernisse möchten die Lateinamerikatage 2019 in Hamburg hinweisen.

Di 22.10. | Kartographie der Verschwundenen in Kolumbien

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:30 Uhr / Eintritt frei / Spenden erbeten

Offiziell gibt es über 50.000 Verschwundene. Seit 2016 kartiert Human Rights Everywhere dies. Die Ergebnisse sind auf desaparicionforzada.com dokumentiert. Von 176 Karten, die nach Geographie, Sektoren oder Themen geordnet die Untersuchungsergebnisse zeigen, liegen 72 als Buch vor. Erik Arellana Bautista und Fidel Mignorance stellen die Studie in Hamburg vor. Continue reading Di 22.10. | Kartographie der Verschwundenen in Kolumbien

Mi 23.10. | Sembrando esperanzas Ernährungssouveränität und Wissenstransfer in Mexiko

Workshop mit Inputreferat / 19 Uhr / Eintritt: frei

Carlos García – Agraringenieur aus Guerrero
Irma Aguirre – Dozentin aus Puebla

Irma Aguirre (Dozentin, Puebla) und Carlos García (Agraringenieur, Guerrero) verfügen über umfassende Erfahrungen und Kenntnisse sowohl auf theoretischer wie auch auf angewandter praktischer Ebene in den Bereichen Schutz und Verteidigung von Landrechten und Territorium, Ernährungssouveränität/ Agrarökologie und kollektiver Organisierungsformen. Allen Beteiligten der Veranstaltung liegt daran, transnationale Kontakte aufzubauen, um auf diese Weise die Reflexionen fortzusetzen, die zur Schaffung einer intakteren Umwelt führen Continue reading Mi 23.10. | Sembrando esperanzas Ernährungssouveränität und Wissenstransfer in Mexiko

Di 29.10. | Kubas Internationalismus – Angola 1975-1991

Buchvorstellung/ 19:00 Uhr / Eintritt: frei

Kuba schickte 400.000 militärische und zivile Freiwillige nach Angola. Sie verteidigten die Volksregierung gegen das südafrikanische Apartheid-Regime und unterstützten den Aufbau des Landes. Dem Freiheitskampf in Namibia und Südafrika gaben sie Rückhalt und entscheidende Impulse.
Der Autor Wolfgang Mix untersucht neben den historischen Abläufendie Frage nach dem besonderen Charakter des kubanischen Internationalismus. Continue reading Di 29.10. | Kubas Internationalismus – Angola 1975-1991

Do 31.10. | Kolumbien – Der Friedensvertrag und die Landfrage

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: frei / Spenden erbeten

Kolumbiens Geschichte ist bis heute von unterschiedlichen, langandauernden Konflikten geprägt. Ein zentraler Konfliktgegenstand ist die Landfrage, da sich der Großteil des Bodens in den Händen einiger weniger Großgrundbesitzer befindet. Zahlreiche Konfliktparteien versuchen ihre Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Dabei nutzen Sie auch Menschenrechtsverbrechen, wie das gewaltsame Verschwindenlassen. Organisationen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen und Aufklärung fordern, werden häufig bedroht. Continue reading Do 31.10. | Kolumbien – Der Friedensvertrag und die Landfrage

Mo 04. 11. | El Salvador nach den Wahlen

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: frei / Spenden erbeten

Angel Ibarra – ehemaliger Vize-Umweltminister El Salvadors

Bei den Parlamentswahlen 2018 und den Präsidentschaftswahlen 2019 wurde in El Salvador die FMLN abgewählt. Sieger wurde der ehemalige Bürgermeister von San Salvador Nayib Bukele. Sein Kabinett besteht aus Freunden der Familie und Geschäftspartnern.
Nun muss sich die FMLN mit ihrer internen Krise beschäftigen. Continue reading Mo 04. 11. | El Salvador nach den Wahlen

Mi. 06.11. | Geographien der Gewalt – Migration und Journalismus in Mexiko

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: frei / Spenden erbeten

Mit dem „Krieg gegen die Drogenkartelle“ wurde ab 2006 der Militär- und Polizeiapparat in Mexiko massiv ausgebaut. Die Gewalt entwickelte eine scheinbar unaufhaltsame Eigendynamik.
Die „Geographie der Gewalt“ prägt auch unter der neuen Regierung den Alltag der sozialen und politischen Bewegungen, aber auch den vieler kritischer Journalistinnen. Mexiko ist heute das tödlichste Land weltweit für Medienschaffende. Continue reading Mi. 06.11. | Geographien der Gewalt – Migration und Journalismus in Mexiko

Do 14.11. | Guatemala und EL Salvador im Gestern und Heute

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:30 Uhr / Eintritt: frei / Spenden erbeten

Bürgerkriege, soziale Bewegungen und Kampf um Bildung. Ringen um ein „buen vivir“, ein gutes Leben für alle. In den 90er Jahren begleitete Heike Kammer mit peace brigades international (pbi) in El Salvador und Guatemala Menschen, die um ihre Rechte kämpften. Damals wurden die Menschen durch den Krieg bedroht, heute durch allgegenwärtige Gewalt und Verbrechen. Continue reading Do 14.11. | Guatemala und EL Salvador im Gestern und Heute

Mo. 18.11. | Staudämme, Bergbau und Plantagen – Inwertsetzung der Amazonasregion

Referat, Fotos, Diskussion / 19.00 Uhr / Eintritt frei / Spenden erwünscht

Die Waldbrände im Amazonasgebiet sind ein wichtiges Thema in den Medien. Brasiliens Präsident Bolsonaro kündigt die Ausweitung der ökonomischen Nutzung des Amazonasgebietes für Monokulturen, Viehhaltung, Rohstoffausbeutung, Energieerzeugung an.
Die Vernichtung des tropischen Regenwaldes zieht Klima und Wetter in Mitleidenschaft. Der Widerstand gegen den verantwortungslosen Umgang mit der Natur und der Einsatz für das Leben auf dem Planeten wächst.
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Lateinamerikatage Hamburg 2018

 
68 – 18: Seien wir realistisch – wagen wir das Unmögliche!
¡Seamos realistas – hagamos lo imposible!

Klare Ziele, verschlungene Wege – 50 Jahre nach der Revolte der Studierenden hat sich die Welt gewandelt. Doch viele der damals kritisierten Probleme sind auch heute noch in Lateinamerika – und anderswo – aktuell.
Die Zivilgesellschaft Lateinamerikas fordert nicht nur das Unmögliche, sondern handelt trotz Repression und heftiger Gegenwehr der politischen und ökonomischen Eliten und Regierungen selbst. Politischer Widerstand und sozialökologische/ökosozialistische Bewegungen werden immer lauter. Alternativen zur Wachstumslogik und der Ausbeutung des Landes entwickeln sich vor allem auf lokaler Ebene.
In diesem Sinne fokussieren die LateinamerikaTage 2018 die Resilienz und Stärke unserer Partnerorganisationen in Lateinamerika. Forderungen an die deutsche Gesellschaft, Politik und Wirtschaft entwickeln sich auf der Grundlage der Einschätzungen unserer Referent_innen.
Seien wir realistisch, wagen wir das Unmögliche! Wir freuen uns auf bewegende Themen und Analysen und eine bewegte Diskussion mit der engagierten Hamburger Zivilgesellschaft.

Fr 19.10. | Freihandel in Zentralamerika: Folgen, Widerstand und Alternativen

Vortrag und Diskussion / 19:00 Uhr / Eintritt: Spende

Foto_Amnesty_1910Ob Wasserkraftwerke, Tourismusprojekte, Bergbau oder Agrarindustrie; in Zentralamerika nimmt die Zahl von Investitionen und Großprojekten stetig zu. Freihandelsverträge wie CAFTA-DR oder das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union haben den Außenhandel und das Wirtschaftswachstum belebt. Während dem freien Warenverkehr und Investitionen verbriefte Rechte eingeräumt werden, sucht man in diesen Vertragswerken allerdings vergeblich nach verpflichtenden Klauseln für die Einhaltung der Menschenrechte. Es häufen sich Umweltprobleme und soziale Konflikte.
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Mo 29.10. | Brasilien: Perspektiven nach den Wahlen am 28.10.2018

Referat, Grafiken, Fotos / 19.00 Uhr / Eintritt: 3 €

Brasilien wurde lange als „Land der Zukunft“, gesehen welches enorme soziale und ökonomische Potentiale freisetzen könne. Das Land wurde, in umfangreiche Kreditprogramme getrieben und später, durch seine Gläubiger zu einer rigiden Politik der Strukturanpassung gezwungen.
In den 2000er Jahren setzten Regierungen auf ökonomische Konsolidierung und die Regierung der Arbeiter-Partei PT auf umfangreiche Programme von Einkommens-Transfers, um die Kaufkraft der Bevölkerung und damit die interne Nachfrage zu stärken. Continue reading Mo 29.10. | Brasilien: Perspektiven nach den Wahlen am 28.10.2018

Do 8.11. | Mexiko: Gewalt in Guerrero, staatliche Repression und Widerstand

Vortrag und Diskussion / 19:30 Uhr  / Eintritt: Spende

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In zahlreichen Regionen Mexikos wird Repression (bis hin zu Folter) von staatlichen Sicherheitskräften als soziales Druckmittel eingesetzt. Die Psychologin Felicitas Treue beschreibt den gesellschaftlichen Kontext sozialer Ungleichheit und den Widerstand der Zivilgesellschaft am Beispiel des von ihr mitgegründeten Kollektivs gegen Folter und Straflosigkeit (CCTI). Continue reading Do 8.11. | Mexiko: Gewalt in Guerrero, staatliche Repression und Widerstand

Fr 9.11. | Nachhaltigkeit á la cubana – Ökosozialistische Entwicklungen in einem Land

Vortrag und Diskussion / 19:00 Uhr / Eintritt: Spende

Wie zahlreiche andere Länder steht Kuba vor komplizierten Herausforderungen vor allem in der Wirtschaft und bei der Versorgung der Bevölkerung. Hinzu kommt, dass der karibische Inselstaat vom Klimawandel besonders stark betroffen ist, zum Beispiel durch ausbleibenden Regen, durch zerstörerische Wirbelstürme, durch den Anstieg des Meeresspiegels und die Versalzung des küstennahen Grundwassers.
Das sozialistische Kuba bietet eines der wenigen Beispiele für eine aktiv gestaltende Rolle staatlicher Institutionen bei der Lösung anstehender Probleme. Continue reading Fr 9.11. | Nachhaltigkeit á la cubana – Ökosozialistische Entwicklungen in einem Land

So 11.11. | Titicaca und die verschwundenen Gesichter – entre el oro y el mercurio

Filmvorführung und Publikumsgespräch mit dem Filmemacher Heeder Soto Quispe / 19:00 Uhr / Eintritt: 9,00 €/6,00 €

Dokumentation/Peru 2017, Saywa-Films, Regie Heeder Soto Quispe, 82 Min./Spanisch mit Untertiteln

11-11-2018 Titicaca-Peru-Initiative-HamburgDer Titicacasee ist berühmt und Ziel fast jeder Reise nach Peru und Bolivien. Wenig bekannt ist, wie dieses faszinierende „Meer der Anden“ zu einer gigantischen Giftmülldeponie verkommt und wie das Leben in den Zuflüssen erlischt. Der Goldabbau in den apokalyptischen Minenstädten fordert seinen menschlichen und ökologischen Tribut. Menschen verschwinden und Landwirtschaft, Fischfang und Tierzucht der andinen Gemeinden werden unwiederbringlich zerstört. Der Film verdeutlicht dies eindrücklich anhand von Zeitzeugenberichten aus den betroffenen Regionen. Continue reading So 11.11. | Titicaca und die verschwundenen Gesichter – entre el oro y el mercurio

Di 13.11. | Ana Carolina Amaya Tobar: Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit in El Salvador

Vortrag und Diskussion / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

Foto_elrojito_1311Ana Carolina Amayo Tobar ist seit mehr als zwanzig Jahren Expertin für sozio-ökologische Anliegen. Sie begleitet und berät Gemeinden in El Salvador bei den Themen Wasser, Territorium, Biodiversität, Klimawandel und Risikomanagement. Continue reading Di 13.11. | Ana Carolina Amaya Tobar: Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit in El Salvador

Mi 14.11. | Nicaragua, quo vadis? – Einbindung der Männer in den Widerstand der Frauen

Podiumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

Zwei geflüchtete Nicaraguanerinnen, Kenner_innen des Landes und Verantwortliche für die Städtepartnerschaft berichten in einem moderierten Gespräch über die schweren Unruhen mit Toten und Verletzten. Bei den Protesten gegen die Regierung Ortega spielen Frauen eine herausragende Rolle. Welches sind die Perspektiven und was können wir tun, ohne unsere Partner_innen in Nicaragua zu gefährden? Continue reading Mi 14.11. | Nicaragua, quo vadis? – Einbindung der Männer in den Widerstand der Frauen

Do 15.11. | Gesundheitsversorgung im Süden Mexikos

Vortrag und Diskussion / 19:30 Uhr / Eintritt: Spende

Joel Heredia Cuevas ist Arzt und Koordinator der Organisation SADEC (Salud y Desarrollo Comunitario), die in verschiedenen Regionen in Chiapas acht Gesundheitszentren betreibt. Im Gespräch mit dem Publizisten Dr. Peter Clausing berichtet Heredia Cuevas über die Gesundheitsversorgung in den Gemeinden und stellt alternative Wege zwischen traditioneller Medizin und Schulmedizin vor. Continue reading Do 15.11. | Gesundheitsversorgung im Süden Mexikos

Mo 19.11. | „Rojo Amanecer – Roter Morgen” (OmU)

Filmvorführung und Publikumsgespräch / 19 Uhr / Eintritt: 9,00 €/ 6,00 €

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Die blutige Unterdrückung der protestierenden Student_innen am 2. Oktober 1968 auf dem „Platz der drei Kulturen“ steht im Mittelpunkt des Films, der 1991 auf der Berlinale erstmals gezeigt wurde. Polizei- und Militärgewalt beendeten vor 50 Jahren eine Bewegung, die trotz alledem einen politischen und kulturellen Umbruch in Mexiko bedeutete. Continue reading Mo 19.11. | „Rojo Amanecer – Roter Morgen” (OmU)

Lateinamerikatage Hamburg 2017

A pesar de todo: derechos humanos –
Menschenrechte: trotz alledem
17. Oktober – 28. November

Wenn Menschen spurlos verschwinden, Gruppen diskriminiert werden, die in anderen Geschlechterrollen denken, wenn Journalist*innen verfolgt werden und Pressefreiheit missachtet wird, wenn Rohstoffausbeutung und Großprojekte zu sozialen Konflikten und ökologischen Schäden führen, wenn Banden das soziale Miteinander zerstören und Politik Mauern errichtet und strategische Einmischung betreibt, dann liegt es auch an uns, deutliche Zeichen zu setzen.
Uns motiviert dazu die Lebensfreude, der Zusammenhalt durch Partnerschaften und der Widerstand, der trotz all dieser Plagen im südlichen amerikanischen Kontinent ein Kontrastprogramm der Hoffnung setzt.
Unsere Gegner sind nicht mehr klar erkennbar, denn ihre Macht beruht auf den gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen, die die Missachtung der Menschenrechte möglich machen und verschleiern und so rückt auch der Kampf um gerechtere Strukturen dringlicher in den Mittelpunkt.

Deshalb fordern wir im Rahmen der Lateinamerikatage 2017 in Hamburg:
Menschenrechte – Trotz alledem!

 

Di 17.10. | Hija de la laguna – Tochter der Lagune

Dokumentation/Peru 2016, Regie: Ernesto Cabellos, 87 Min./Spanisch mit Untertiteln
Filmvorführung und Publikumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: 8,00 €/5,50€

Veranstalter: Peru Initiative Hamburg in Kooperation mit Kampagne „Bergwerk Peru – Reichtum geht,
Armut bleibt“, 3. Alternative Rohstoffwoche
Ort: 3001 Kino, Schanzenstraße 75

Peru-Initiative-17-10-2017-Bild2 Nélida ist eine junge Landwirtin, die in der Provinz Cajamarca in den nördlichen Anden Perus lebt. Sie kommuniziert mit der Natur und fühlt sich als Tochter der Lagunen, von denen das Leben der Dörfer der Region abhängt.
Als die Betreiber der größten Goldmine Lateinamerikas in Yanacocha Cajamarca auch Gold unter den Lagunen in Conga entdecken, sollen diese trockengelegt und die gesamte Region in eine zweite gigantische Bergbaulandschaft umgewandelt werden.

Nélida wehrt sich gegen einen schier übermächtig erscheinenden Gegner und stellt fest, dass sie mit ihrem Widerstand nicht alleine ist. Sie schließt sich den tausenden Landwirt*innen und Städter*innen an, die für das lebenswichtige Wasser und den Erhalt der natürlichen Umgebung kämpfen.

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Do 2.11. | Fluchtwege Honduras – Deutschland

Gespräch und Diskussion / 19.00 / Eintritt: frei

Veranstalter: Amnesty International CASA, Mujeres sin Fronteras, peace brigades international (pbi)
Sprache: Spanisch mit deutscher Übersetzung
Ort: Seminarraum Fabrique im Gängeviertel, Valentinskamp 28A

Amnesty_02.11.Acht Jahre nach dem Staatsstreich in Honduras zählen die Gewaltraten in Honduras zu den höchsten weltweit. Die politische Opposition, Menschenrechtsverteidiger*innen, Umweltaktivist*innen und kritische Journalist*innen sind enormen Risiken ausgesetzt.

Besonders betroffen ist die Lesbian-Gay-Bi-Trans-Inter*-Community (LGBTI*). Über 200 gewaltsame Tötungen an Mitgliedern der LGBTI* Community wurden seit 2009 in dem Land mit nur etwa 10 Mio. Einwohner*innen registriert.

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Di 7.11. | Mexiko/Zentralamerika – alternative Energien und neue Wege

Dialog und Diskussion / 19:00 Uhr  / Eintritt: Spende

Veranstalter: Amnesty International CASA, peace brigades international (pbi), zapapres e.V.
Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2

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Seit vielen Jahren engagiert sich Gustavo Castro in Basisbewegungen gegen Megaprojekte im Energiesektor und für Menschenrechte. Im Rahmen der Diskussionsveranstaltung wird die Journalistin Erika Harzer den Umweltrechtsverteidiger über alternative Energien von unten, über den Widerstand der indigenen und bäuerlichen Bevölkerung sowie Möglichkeiten der internationalen Vernetzung befragen.

Der Handlungsspielraum von Menschenrechts- und Umweltrechtsverteidiger*innen wird immer weiter eingeschränkt. Mexiko und Zentralamerika gehören zu den gefährlichsten Regionen für Aktivist*innen – im Jahr 2016 überlebte Gustavo Castro ein Attentat, bei dem die international anerkannte Umweltrechtsverteidigerin Berta Cáceres ermordet wurde.
Die Nichtregierungsorganisationen setzen sich unter großem Risiko zur Wehr und kämpfen weiter gegen die transnationalen Konzerne und den Ausverkauf ihres Landes.

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Do 09.11. | Wo sind sie? Kein Mensch verschwindet spurlos

Ausstellungseröffnung und Konzert mit dem Duo Riosentí, Kurzvideo zum Kunstprojekt
„Spuren der Erinnerung“ des mexikanischen Bildhauers Alfredo López Casanova
Beginn 19.00 Uhr  / Eintritt: Spende

Veranstalter: Amnesty International CASA (Kontakt: Wolfgang Grenz), unterstützt von der ev. luth.  Kirchengemeinde Eimsbüttel und dem Ida Ehre Kulturverein.
Ort: Bei der Apostelkirche 2, 20257 Hamburg

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Unter dem Motto „Wo sind sie? Kein Mensch verschwindet spurlos“ wird vom 10. bis zum 23. November 2017 in der Apostelkirche eine Ausstellung von Amnesty International zu sehen sein. Es geht um das Verschwindenlassen von Menschen in Mexiko.

Ausgangspunkt für dieses Projekt war das gewaltsame Verschwinden der 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero, das vor drei Jahren weltweites Aufsehen erregte. Bis heute haben die Ermittlungen zu keiner abschließenden Klärung geführt und den Angehörigen ist keine Gerechtigkeit widerfahren.

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Sa 18.11. | Vermisst, verschleppt, entführt… Die Suche nach den Verschwundenen

Diskussionsveranstaltung / 20.00 Uhr / Eintritt: Spende
Mit Luis Lopez (El Salvador) und Dulcina Parra, einer der mexikanischen Buscadoras.

Veranstalter: zapapres e.V. u. Inimex, gefördert vom KED
Ort: Apostelkirche, Bei der Apostelkirche 2

Luis_LangAbertausende zentralamerikanische Migrant*innen sind auf ihrem Weg in die USA spurlos verschwunden. Sie wurden Opfer von Menschenhandel, Zwangsarbeit, Erpressung und Raubmorden, verschwanden spurlos in Gefängnissen oder verunglückten auf den gefährlichen Flucht- und Migrations-Routen.
Angesichts der Untätigkeit der Behörden haben sich zahlreiche Komitees gegründet, die sich auf die Suche nach ihren vermissten Familienangehörigen machen.  In Mexiko sind es die Buscadoras, die die Suche nach den Zehntausenden von gewaltsam Verschwundenen begonnen haben.

“Ich werde dich suchen, bis ich dich gefunden habe!” (Te buscaré hasta encontrarte) – Dieses Versprechen versuchen die Buscadoras Tag für Tag umzusetzen.

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Do 23.11. | Indigene Lebensgestaltung – Gestión Territorial Indígena (Volker von Bremen)

Vortrag und Diskussion / 19.30 Uhr / Eintritt: 3,00 €

Veranstalter: FIAN FoodFirst-Informations- und Aktionsnetzwerk
Ort: Werkstatt 3, Nernstweg 3

FIAN_23.11In fast allen Ländern Lateinamerikas sind Landrechte indigener Völker und Gemeinschaften gesetzlich anerkannt.
Dennoch müssen viele über Jahre und Jahrzehnte erfahren, dass diese Gesetze nicht umgesetzt werden.

Selbst jene, die über Landrechtstitel verfügen, sind mit sich ständig wiederholender Bedrohung ihrer Territorien und entsprechenden Auswirkungen auf ihre Lebensgestaltung konfrontiert. Der Hunger nach Ausbeutung natürlicher Ressourcen macht auch vor anerkannten indigenen Territorien nicht halt.

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Sa 25.11. | Filmtreff: Anekdoten über Fidel

Film und Diskussion / 15:00 Uhr / Eintritt: frei

Veranstalter: Cuba sí Hamburg
Ort: Am Felde 2

Genau ein Jahr nach dem Ableben Fidel Castros scheint es fast noch zu früh, ein Fazit der Arbeit und der Lebensleistung dieser überlebensgroßen Persönlichkeit zu ziehen, die nahezu alle von uns durch unser politisches Leben begleiten. Wir wollen uns seinem Denkmal und seiner Person nähern und uns den Dokumentarfilm der US-Filmemacherin Estela Bravo ansehen. In ihm äußern sich Prominente und Wegbegleiter*innen über ihre Begegnungen mit ihm und ihre Zusammenarbeit.

Di 28.11. | Städtepartnerschaften mit Nicaragua – alles nur Charity oder was?

Talkshow  / 19:30 Uhr / Eintritt: frei

Veranstalter: Nicaragua Verein, Rosa Luxemburg Stiftung HH
Ort: Saal W3, Nernstweg 3

Mit: Ulla Sparrer (Wuppertal-Matagalpa), Norbert Hackbusch (Die Linke MdBü), Paul Pirker (Salzburg-León), Silvio Prado, (Kommunalwissenschaftler), Matthias Schindler (Hamburg-León). Talkmasterin: Anke Butscher (Politik-Beraterin).
Die Talkrunde wird die veränderten Bedingungen in Europa und Nicaragua und deren Auswirkungen auf die Städtepartnerschaften diskutieren. Müssen die Partnerschaften politischer werden?

Lateinamerikatage Hamburg 2016

Demokratisierung in der Sackgasse?
Democratización – ¿Un callejón sin salida?
23. 10. bis 25. 11. 2016

Nach der Welle der Diktaturen in den 1970/80ern und dem neoliberalen Ausverkauf in den 90er Jahren, kamen mit dem neuen Jahrtausend in mehreren Ländern Lateinamerikas sozialdemokratisch bis sozialistisch orientierte Regierungen an die Macht und setzten neue wirtschafts- und sozialpolitische Akzente. Mittlerweile regiert in Argentinien erneut ein neoliberaler Präsident und in Brasilien wurde die Präsidentin politisch weggeputscht. Die Zukunft von Venezuela ist ungewiss; dagegen scheint der Friede in Kolumbien nah. Sollte die eingeleitete Demokratisierung bereits am Ende sein? Vor dem Hintergrund der traditionsreichen Beziehungen zwischen Hamburg und Lateinamerika organisieren die unterzeichnenden Organisationen auch in diesem Herbst wieder die kritischen Lateinamerikatage in dieser Stadt.

LateinamerikaTage 2015

Harte Wirklichkeiten – alternative Wege
Realidades duras – caminos alternativos     
29.10.-24.11.2015

Hier könnt ihr das aktuelle Programm herunterladen: Lateinamerikatage 2015 [PDF]

Seit vielen Jahren finden in Hamburg die Lateinamerika-Tage im Herbst statt. Sie werden organisiert von einem Bündnis von Basisgruppen und lateinamerikanischen Strukturen, die vielfältige Veranstaltungen zu aktuellen Themen zu Lateinamerika organisieren.
Thematisch steht 2015 die Entwicklung lateinamerikanischer Gesellschaften im Vordergrund, die nach verheißungsvollen Aufbrüchen vor wenigen Jahren wieder vor großen Problemen stehen. Vielschichtige politische, soziale und ökonomische Herausforderungen sind zu bewältigen. Auch die Beziehungen zwischen der Stadt Hamburg mit ihrem kolonialen Erbe  und Lateinamerika werden beleuchtet.