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Do 11.10. | Frauen für die Menschenrechte – Cristina Auerbach

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:00 / Eintritt: frei – Spenden erbeten

Foto_pbi_Cristina Das Engagement von Cristina Auerbach beginnt im Februar 2006, als bei einer Explosion in der Mine Pasta de Conchos, im Bundesstaat Coahuila im Norden von Mexiko 65 Minenarbeiter eingeschlossen werden. Schnell gibt der Minenbetreiber die Suche und Bergung der Körper auf. Weder die Betreiber noch die Behörden werden für die Verletzung der Sicherheitsstandards in der Mine zur Rechenschaft gezogen. Continue reading Do 11.10. | Frauen für die Menschenrechte – Cristina Auerbach

So 23.10. | Deutschlandjahr in Mexiko – Solidarität mit geflüchteten Menschen und Migrant_innen in Deutschland und Mexiko

Kinovorführung mit dem Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante“
und dem Kurzfilm „Samira“, aufgenommen in Tenosique und Hamburg
Film und Gespräch /11:00Uhr /Eintritt: Kinopreis

1023_Samira        1023_Viacrucis Migrante

Samira                                                                  Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen
von Charlotte A. Rolfes                               von Hauke Lorenz

Anlässlich des sechsten Jahrestages eines Massakers an 72 Migrant_innen in Mexiko organisierten die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, La72 – Hogar Refugio para personas Migrantes und Hauke Lorenz eine Veranstaltung mit mobilem Kino in Mexiko. Diese Veranstaltung wiederholen wir Anwesenheit von Fray Tomás González, dem Gründers der Migrantenherberge in Tenosique, Marta Sánchez Soler vom Movimiento Migrante Mesoamericano und dem Regisseur Hauke Lorenz (das Team von Samira ist angefragt). Gezeigt werden die Filme: „Samira“ aus Hamburg und „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen“, gedreht in Tenosique, Tabasco.

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Mi 02.11. | Honduras: En mis tacones / In meinen High Heels

Kurzfilm und Gespräch mit Trans*Aktivistin Frenessys Sahory Reyes /19:00 Uhr /Eintritt: 6 (erm. 4)

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Der Dokumentarfilm En mis tacones (2010; 30 Min.) zeigt: Unverständnis, Diskrimination und Hassverbrechen gehören zum Alltag der LGBTI*Community in Honduras. Doch auch der Widerstand gegen die Menschenrechtsverletzungen wächst. Zur aktuellen Situation informiert die Trans*Aktivistin Frenessys Sahory Reyes.

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Do 3.11. | Kolumbien: Frieden nach 60 Jahren Krieg?

Referat, Fotos, Grafiken/  19 Uhr / Eintritt 3.-
Mit Gloria Cala und Erik Arellana

Haben Vernunft und Friedenswillen endlich gesiegt?

Nicht die eine oder andere Partei im über 50 Jahre währenden Krieg in Kolumbien zwischen Regierung, Militär und Milizen auf der einen,  Guerillaorganisationen auf der anderen Seite darf den „Sieg“ davon tragen sondern nur der politische und soziale Frieden. Alles andere wäre der Keim für neue Gewalt.

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Mi 09.11. | Honduras/Mexiko: Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen

Film und Gespräch /19:00 Uhr /Eintritt: 6,- (erm. 4)

Regisseur Hauke Lorenz präsentiert seinen Dokumentarfilm (2015) zur Arbeit der Migrantenherberge „La72“ an der Grenze Guatemala-Mexiko. Im Anschluss berichtet er von der Filmtournee im Rahmen des Deutschlandjahres in Mexiko und den Reaktionen der Gesellschaft.

Veranstalter | Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe (CASA), Zapapres e.V.
Veranstaltungsort | 3001 Kino, Schanzenstr. 75 (im Hof), 20357 Hamburg

Do 10.11. | ACHTUNG: FÄLLT AUS – Linke in der Krise. Zur Rechtswende in Lateinamerika

Die Veranstaltung muss aufgrund der krankheitsbedingten Absage des Referenten leider ausfallen. Wir bitten um Verständnis!

Vortrag / 19 Uhr / Eintritt: 2,-
Mit Achim Wahl (Lateinamerikanist, 2002-04 Büroleiter der RLS in Brasilien)

Linke Regierungen in mehreren lateinamerikanischen Ländern sind seit geraumer Zeit mit sinkender Wählerzustimmung, Massenprotesten sowie ökonomischen und sozialen Problemen konfrontiert. Argentinien, Brasilien, Bolivien, Ecuador und Venezuela zählen dazu. Woran liegen diese Entwicklungen? Dargestellt wird u.a., welche Ausgangsbedingungen und Kräfteverhältnisse in den Gesellschaften vor Beginn der linken Transformationsvorhaben vorherrschten und welche Maßnahmen mit welchen Auswirkungen für die sozioökonomische Lage, die Sicherheit, die Bewegungsfreiheiten sowie für die politischen und gewerkschaftlichen Artikulationsmöglichkeiten von den jeweiligen Linksregierungen durchgeführt wurden und was jetzt passiert. Handelt es sich tatsächlich um das Ende des „progressiven Zyklus“? Und wie steht es um die sozialen Bewegungen?

Veranstalter | Rosa Luxemburg Stiftung HH, Zapapres e.V. Förderung: LZpB HH
Veranstaltungsort | W3, Nernstweg 32, HH-Altona

Fr. 11.11. | Erfahrungen und neue Herausforderungen

Berichte über Monte Azul und andere Projekte
Kurzvorträge, Musik und Fotos / 19-22 Uhr / Eintritt: Spende

mit Valeria Carrilho und ehemaligen Helfern

Zurück vom ehrenamtlichen Engagement in Lateinamerika und doch irgendwie noch dort.
Was mit den Erfahrungen anfangen? Wie schlagen Freiwillige eine Brücke zwischen den Kontinenten?
Wie wird ein kurzes Engagement bewertet?
An diesem Abend geht es um Erfahrungsaustausch.
Dabei soll Schönes und Widersprüchliches zur Sprache kommen.
Ehemalige Helfer berichten über Ihre Arbeit.
Valeria Carrilho wird aus der Perspektive der sozialen Organisation
Monte Azul die Arbeit freiwilliger Helfer in Sao Paulo (Brasilien) bewerten.

Veranstalter | Monte Azul International e.V.
Veranstaltungsort | W3, Nernstweg 32 in HH-Altona

Sexta-feira, 11 de novembro | Experiencias e Novos Desafios

Relatos sobre Monte Azul e outros projetos
Palestra, Música e Fotos | 19:00h | entrada doação

com Valeria Carrilho e antigos voluntários

Eles retornam do seu engajamento na America Latina e ainda se sentem ligados ao trabalho realizado. O que fazer com essa experiencia? Como fazer uma ponte entre os continentes? Como avaliar essa curta experiencia?

Organização | Monte Azul International e.V.
lugar | W3, Nernstweg 32, Hamburg-Altona

 

Di 15.11. | Widerständig und bedroht: Autonome indigene Strukturen in Mexiko

Diskussionsveranstaltung / 19.30 Uhr / Eintritt: Spende

Mit Nestora Salgado – Kommandantin der Autonomen Kommunalen Polizei (CRAC-PC) in Guerrero

Nestora Salgado
Pressekonferenz mit Nestora Salgado nach ihrer Freilassung | Foto María José Martínez / Cuartoscuro

 

 

 

Nach 31 Monaten Haft kam Nestora Salgado im März 2016 frei.  Der Hintergrund ihrer Verhaftung:  Die Autonome Kommunale Polizei  hatte versucht,  die Mafia-Aktivitäten des lokalen PRI-Bürgermeisters zu unterbinden.  Die Macht der Drogenkartelle, die Kriminalisierung indigener Bewegungen  werden Themen sein.

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Mi 16.11. | Stimmen des Widerstandes aus Honduras: COPINH – Unnachgiebige Rebellion

Film & Gespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: 6,- (erm. 4,-)

Dokumentarfilm (2016): Nach dem Tod der Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres sind die Kämpfe der Aktivist_innen und die Arbeit des zivilen Rates der Indigenen- und Volksorganisationen von Honduras (COPINH) weltweit in den Fokus gerückt.

mit der Filmemacherin Momo

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Honduras gehört weltweit fuer Menschenrechtsverteiger*innen zu den gefährlichsten Ländern, es ist geprägt von einer zunehmenden Militarisierung,  Korruption, Straflosigkeit und dem Ausverkauf des Landes. Kritische soziale Bewegungen, die die Natur gegen die rücksichtlose Ausbeutung durch Megaprojekte verteidigen, werden mit Repressionen überzogen. Eine dieser energisch kämpfenden Organisationen ist COPINH. Der Zivile Rat der Basis- und indigenen Organisationen Honduras kämpft seit 23 Jahren, leistet Widerstand und baut Alternativen auf. COPINH  ist eine indigene, anti-patriarchale, anti-neoliberale Organisation, die das Wohl der indigenen Gemeinden anstrebt. 200 Gemeinden aus sechs Departements sind in COPINH organisiert. Der Dokumentarfilm zeigt die Vielfalt der Kämpfe sowie den Mut und die würdevolle Rebellion von COPINH.

Beim anschliessenden Austausch mit der Filmemacherin Momo soll die Brücke zu Deutschland geschlagen und gemeinsam nach Unterstützungs- und Handlungsmöglichkeiten gesucht werden.

Veranstalter | Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe (CASA), Zapapres e.V.
Veranstaltungsort |3001 Kino, Schanzenstr. 75 (im Hof), 20357 Hamburg

Do 17.11. | El Salvador: Wo Fehlgeburten zu Haftstrafen führen

Vortrag / 19.30 Uhr / Eintritt: frei

El Salvador „feiert“ seit einigen Jahren traurige Rekorde: 2015 hatte El Salvador die höchste Mordrate der Welt zu verzeichnen, das war in allen Medien. Vom rigorosen Abtreibungsrecht, das Leben und Gesundheit der Hälfte der Bevölkerung gefährdet, berichten nur die wenigsten.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in diesem Land seit 1998 absolut verboten, selbst wenn das Leben der werdenden Mutter oder des Babies auf dem Spiel steht oder die Schwangerschaft auf Gewalt zurückzuführen ist. Und Gewalt gegen Frauen ist alltäglich; bei ca. 30 % der Geburten sind die Mütter minderjährig. Die rechtsgerichtete Partei ARENA fordert zurzeit noch drakonischere Strafen für Abtreibungen als die, die bereits gesetzlich festgehalten sind.

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Teodora del Carmen Vásquez, El Salvador © Amnesty International

Als Konsequenz aus dem Abtreibungsverbot resultieren zahlreiche weitere Verletzungen der Menschenrechte: Ärzte und PflegerInnen sind verpflichtet, beim geringsten Verdacht Frauen anzuzeigen; vielen Frauen bleibt nur der Weg zu Kurpfuschern – ohne Rücksicht auf Leben und Gesundheit; Frauen, die Fehlgeburten erleiden, werden vom Krankenhaus aus direkt in Haft genommen, ohne Rücksichte auf ihre minderjährigen Kinder und ihre Familien. So erging es auch Teodora. Sie hat an ihrer Arbeitsstelle 2008 eine Totgeburt erlitten und wurde sofort von der Polizei festgenommen. Das Urteil: 30 Jahre Haft. Und sie ist nicht die Einzige.

Christa Rahner-Göhring informiert über Situation und Geschichten dieser Frauen.
Sie ist Sprecherin der El-Salvador -Koordinationsgruppe von Amnesty International in Deutschland. Sie ist seit 30 Jahren mit der Menschenrechtssituation in El Salvador vertraut.

Veranstalter | El Rojito, Amnesty International
Veranstaltungsort | Gr.Brunnenstr. 74

Di 22. 11. | Mit allen für alle – das revolutionäre und sozialistische Kuba heute

Information & Diskussion / 19.00 Uhr / Eintritt frei

mit Alberto Berbes Sainz de la Torre, Botschaft der Republik Kuba
Seit mehr als einem halben Jahrhundert hat sich durch die Revolution in Kuba das Leben für die Menschen dort grundlegend geändert. Jetzt bereitet das Land sich auf einen Generationenwechsel vor. Die Mächtigsten dieser Welt – meist Männer – haben in den letzten Monaten Kuba besucht. Vor welchen Problemen steht das Land heute? Hält es weiterhin am Sozialismus fest? Und was sind die Aufgaben der Kuba-Solidarität?

Veranstalter | Cuba Sí Hamburg
Veranstaltungsort | Kulturladen St. Georg,  Alexanderstr. 16

Mi 23.11. | Wahlen in Nicaragua 2016

Podiumsgespräch / 18:30 Uhr / Eintritt: frei

Paul Pirker, Obmann der Städtepartnerschaft Salzburg-León
Elba Rivera Urbina, Montessori-Lehrerin Nueva Guinea, Nicaragua
Dr. Volker Wünderich, Leibniz-
Universität Hannover

Moderator: Bernd Pickert, taz-Auslandsredakteur

Im Podiumsgespräch analysieren und kommentieren vier Kenner_innen des Landes die Wahlen vom 6.11. Wie sind sie verlaufen, Bedeutung des Ergebnisses für Nicaragua, die Region, Lateinamerika und die Partnerschaft Hamburg-Léon?

Veranstalter |  Rosa Luxemburg Stiftung HH + Nicaragua Verein
Veranstaltungsort |  Saal der W3, Nernstweg 32, HH-Altona

Miercoles, 23 de noviembre | Elecciones presidenciales en Nicaragua 2016

18:30h | Mesa Redonda

con Elba Rivera, Profesora (pedagogía Montesori)
Dr. Volker Wüderich, Universidad Leibnitz – Hannover
Paul Pirker, Hermanamiento Salsburgo-León

Moderacion: Bernd Pickert, Taz. Corresponsal para el extrangero

Tres conocedores de la situación en Nicaragua analizarán y discutirán en una mesa redonda sobre las elecciones presidenciales y parlamentarias del 6. de noviembre. Cómo se desarrollaron las elecciones? Que significa el resultado para Nicaragua, la región, para latinoamérica y para el hermanamiento de Hamburgo con León?

Organización | Fundación Rosa Luxenburg en cooperación con la asociación Nicaragua Hamburgo

Lugar | Sala de la W3, Nernstweg 32, 22765 Hamburgo-Altona

 

Do 24.11. | „Harte Hand – gibt es eine Alternative für El Salvador?“

Diskussionsveranstaltung / 19:00 Uhr/ Eintritt: frei
El Salvador ist in großen Teilen fest im Griff verschiedener Marabanden. Die Regierung ist nach einer kurzen Zeit der Verhandlungen wieder zur Politik der harten Hand zurückgekehrt. José Santos Guevara Maradiaga und Eduardo Enrique Amaya berichten über die Auswirkungen der Gewalt und die unterschiedlichen Ansätze der Regierung auf die Gemeinden und Basisbewegungen.

Veranstalter | El Rojito, Zapapres e.V., Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V. München
Veranstaltungsort | Große Brunnenstraße 74

jueves, 24 de noviembre | Mano dura – ¿Existe una alternativa para El Salvador?

discusión, 7 hrs. p,m., entrada libre

Gran parte del territorio salvadoreño está bajo el dominio de las maras. Después de una fase corta de negociaciones, el gobierno volvió a una política de mano dura. José Santos Guevara Maradiaga y Eduardo Enrique Amaya informan sobre los impactos de la violencia y los diferentes planteamientos del gobierno hacia las comunidades e organizaciones de base.

organizado por: El Rojito, Zapapres e.V., Oficina Ecuménica para la Paz y la Justicia, Múnich
Lugar: Große Brunnenstraße 74

Fr 25.11. | Guatemala im Blickpunkt: Landrechte und Umwelt

Vortrag Span./D / 19.00Uhr / Eintritt: frei
mit O. Jeronimo (CCCND)

Die Landrechtsinitiative klärt auf zu Problemen von Recht auf Land, und zu wirtschaftlichen und umweltpolitischen Aspekten, insb. im Hinblick auf geplante Wasser-/Energieprojekte. Wegen Bedrohung begleitet pbi die Initiative, um durch internationale Aufmerksamkeit die Aktionsräume der Betroffenen zu sichern.

Veranstalter | pbi, Bramfelder Laterne
Veranstaltungsort | Berner Chaussee 58, HH-Bramfeld

Viernes, 25 de noviembre | En la mirada: Guatemala – Derechos a la tierra y al medio ambiente

Ponencia en castellano con traducción al alemán | 19:00h | entrada libre
con Omar Jeronimo, de  la  CCCND-Coordinadora Central Campesina Chorti/Nuevo Dia

El enfoque del trabajo de la  iniciativa CCCND está en la información y concienciación sobre los derechos a la tierra y al medio ambiente, entre otros – especialmente en las regiones afectadas por los proyectos de construcción de  plantas de energia y agua.

pbi está acompañando a la Coordinadora Central Campesina Chorti/Nuevo Dia con su equipo de acompañamiento-protección para asegurar las posibilidades de acción de la CCCND poniéndola en la mirada e interés internacional.

Organizadores del evento | pbi/brigadas internacionales de paz y Bramfelder Laterne (tienda de comercio justo)
Lugar |  Berner Chaussee 58, Hamburg-Bramfeld

 

Mexiko: Das Ende der vierten Gewalt? Journalisten als Freiwild

Do 29.10. Vortrag, Podiumsgespräch & Diskussion / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

mit Marcela Turati, mexikanische Journalistin und Autorin

Monica Avolio
© Mónica Avolio

mit Christian Mihr (Reporter ohne Grenzen) und Stefan Endter (DJV-Hamburg)?Moderation: Peter Burghardt (Süddeutsche Zeitung)
Mexiko befindet sich in einer schweren politischen Krise. Die verschwundenen (und wahrscheinlich getöteten) 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa hatten im Herbst 2014 in der Bevölkerung das Fass der Empörung zum Überlaufen gebracht. Dabei gehen kritische Journalisten_innen immer häufiger ein tödliches Risiko ein, wenn sie ihren Beruf ausüben und auf Verzahnungen der organisierten Kriminalität mit Personen aus Wirtschaft, Politik und Drogenhandel hinweisen.
Ende Juli 2015 wurden in einer Wohnung in Mexiko-Stadt der aus Veracruz geflüchtete Fotojournalist Rubén Espinosa, die Menschenrechtsaktivistin Nadia Vera und weitere drei Frauen gefoltert und mit Genickschuss hingerichtet. Espinosa hatte soziale Bewegungen und Polizeiübergriffe dokumentiert. Der Gouverneur des Bundesstaats hat keinen Handschlag dafür getan, auch nur einen der 14 Morde an Journalisten in drei Jahren seiner Amtszeit aufzuklären. Die Täter bleiben in aller Regel straffrei.
Auch Mexikos Bundesregierung lässt kritische Journalisten auf eine Weise im Stich, dass sie de facto vogelfrei sind. Dass es überhaupt noch welche gibt, die sich um Recherchen auch zu heiklen Themen bemühen, grenzt an ein Wunder. Mit einem absoluten Machtanspruch wird die Gewaltenteilung ausgehebelt und die „vierte Gewalt“ bekämpft.
Die mexikanische Journalistin und Autorin Marcela Turati berichtet über die aktuelle Situation in Mexiko und diskutiert über investigativen Journalismus mit ihren deutschen Kollegen. Turati schreibt für das Wochenmagazin „Proceso“ zu sozialen Themen und Menschenrechtsfragen. Mit ihrem Buch „Fuego Cruzado: las víctimas atrapadas en la guerra del narco“ thematisierte sie erstmals die neue Welle der Gewalt in Mexiko. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2011 mit dem deutschen Journalistenpreis Walter Reuter.
Veranstalter: Amnesty International – Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), Hamburg
Ort: Instituto Cervantes, Chilehaus, Eingang B, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg

Mexiko: TerrorZones

Di 3.11. / Vortrag & Diskussion/ 19.30 Uhr/  Eintritt: frei

Mit Wolf-Dieter Vogel, Autor und Journalist

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Extreme Gewalt und Morde prägen Mexikos Alltag; bis zu 45.000 Soldaten sind zur Bekämpfung der Drogenkartelle im Einsatz. Der Menschenrechtsaktivist José A. Guevara sagt sogar: „Ziel der aktuellen Politik des mexikanischen Staates ist es, Menschen auf Verdacht zu töten, weil sie eventuell  mit dem organisierten Verbrechen in Kontakt stehen“. Die Rolle von Militär und Polizei, aber auch die Frage nach Lösungsvorschlägen sind Themen der Veranstaltung. Dabei geht es, wie Vogel gemeinsam mit den Autor_innen  Anne Huffschmid, Nana Heidhues und Michael Krämer im Ende August veröffentlichten Buch „TerrorZones“ betont nicht um einfache Erklärungsmuster, da der Terror oft nicht einer einzigen Logik entspringt und sich zentraler Kontrolle entzieht. Ebenso vielfältig – und manchmal ambivalent – sind auch die Strategien des Überlebens und der Gegenwehr.

Veranstalter: zapapres e.V. (Mexiko – Nachrichten – Import) in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg
gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche

Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg

Rum oder Gemüse? Landwirtschaft in Kuba und Nicaragua zwischen Ernährungssouveränität, Kooperativen und Weltmarkt

Do 05.11. Film & Vortrag / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

mit Klaus Hess, Informationsbüro Nicaragua
In Nicaragua zählt die Landwirtschaft weiterhin zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen, und die sandinistische Regierung ermöglicht seit 2007 neue integrale Ansätze für die ländliche Entwicklung, die weit über die Förderung der KleinproduzentInnen hinausgehen. In Kuba ist Ernährungssouveränität eines der großen Ziele. Der Staat verteilt Land an Genossenschaften und Kleinbauern/-bäuerinnen, sie produzieren mittlerweile 57% der Lebensmittel. Gleichzeitig entstehen alternative Projekte wie Organopónicos (Stadtgärten), die zur städtischen Lebensmittelversorgung beitragen.
Gibt es angesichts der jeweils besonderen Geschichte Kubas und Nicaraguas emanzipatorische Ansätze in beiden Länder, die die Ernährungssicherheit der Bevölkerung garantieren? Wie ist das Verhältnis zwischen staatlichen, genossenschaftlichen und privaten bäuerlichen Betrieben? Gibt es unabwendbare Zwänge in Anbetracht der Globalisierung, die landwirtschaftliche Produktion auf den Weltmarkt auszurichten? Und welche Rolle spielen dabei die Freihandelsverträge der EU?
Veranstalter: Nicaragua-Verein Hamburg, el rojito e.V.
Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Seminarraum, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg-Altona

Von Rio nach Hamburg! Neue Olympische Spiele oder leere Versprechungen?

Mi 11.11. Vortrag & Diskussion / 18:00 Uhr / Eintritt: Spende

mit Christopher Gaffney, in englischer Sprache
Als 2013 Menschenmassen gegen die Art und Weise wie die FIFA, das IOC und die brasilianische Regierung WM und Olympia vorbereiten, in Rio de Janeiro und zahlreichen anderen Städten Brasiliens protestierten, war Christopher Gaffney mit dabei. Der von der University of Texas promovierte Geograph war erst Fulbright Stipendiat, dann Gastprofessor an der Universidade Federal Fluminense und hat sich zwischen 2009 und 2014 mit den Auswirkungen der Mega Events auf die 12 brasilianischen Host Cities und mit den Themen der Protestbewegung vertieft beschäftigt. Seine Forschung fokussierte sich auf die sozialen Bewegungen in Zusammenhang mit Sportgroßveranstaltungen, die urbanen Dynamiken der Stadt Rio de Janeiro und die politische Ökonomie des Fußballs. Gaffney beschränkte sich aber nicht einzig auf das Schreiben akademischer Texte sondern engagierte sich ebenfalls als Aktivist in den lokal organisierten Protestkomitees. Durch seine scharfen, auf den Punkt gebrachten Kritiken und Analysen ist er außerdem einem internationalem Publikum in zahlreichen Fernseh- und Zeitungsinterviews bekannt geworden. Aktuell ist er Research Fellow am Institut fu?r Geographie der Universität Zu?rich und beschäftigt sich dort mit den sozialen, politischen und ökonomischen Akteuren, die Einfluss auf die Olympischen Spiele 2016 nehmen. Er ist Herausgeber des Journal of Latin American Geography und vertieft derzeit seinen Blog `Hunting White Elephants´ in einem Buch.
Veranstalter: IKS Institut für Kriminologische Sozialforschung, Monte Azul International e.V.
Ort: UNI-Hamburg, Hörsaal H, Erzwiss, Von Melle Park 8, 20146 Hamburg

Inseln der Hoffnung? Die Erfahrungen mit linksdemokratischen Regierungen in Mexiko-Stadt und Bogotá

Do 12.11. Vortrag / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

mit Martin Schwarzbach
Die Hauptstädte Mexikos und Kolumbiens, zweier Länder geprägt von Ungleichheit, politischer Verfolgung und Drogenkrieg, werden seit längerer Zeit von linksdemokratischen Parteien regiert. Hoffnungen auf eine Demokratisierung und Befriedung dieser Länder von links sind mit diesen Regierungen verknüpft. Sind diese Hoffnungen berechtigt? Martin Schwarzbach von der Initiative Mexiko versucht, in seinem Vortrag ein differenziertes Bild zu zeichnen. Während Erfolge in der Armutsbekämpfung und Bürgerbeteiligung unbestreitbar sind, prägen andererseits auch Probleme von Korruption, persönlichen Machtambitionen und ideologischen Grabenkämpfen das Bild.
Veranstalter: Initiative Mexiko (INI-MEX)
Ort: Ev. Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie, Horner Weg 170, 22111 Hamburg (U2 Rauhes Haus)

gefördert von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung

Cubas medizinischer Internationalismus (abgesagt)

Mi 18.11. Information & Diskussion / 19.30Uhr / Eintritt: Spende

Cuba Sí Hamburg muss leider die angekündigte Veranstaltung „Kubas medizinischer Internationalismus“ absagen.

Dr. Victor Manuel Rodriguez Guevara und seine Frau, Dra. Olbis Almeida Falcon, mussten ihre Rundreise durch verschiedene Städte Deutschlands kurzfristig absagen, was wegen ihrer Kompetenz und ihrem Wissen außerordentlich bedauerlich ist. Dr. Rodriguez Guevara war im Gesundheitsministerium zuständig für Kubas internationale medizinische Einsätze und leitet jetzt die Mission Kubas im Tschad. Dra. Almeida Falcon hat mehrjährige Erfahrungen in Einsätzen in Haiti, Äthiopien und jetzt im Tschad. Der Einsatz der kubanischen Ärzte gegen die Ebola-Epidemie in Afrika verdient höchste Anerkennung. Sie haben ihre Absage damit entschuldigt, dass es im Tschad außergewöhnliche Umstände gäbe, die ihre Anwesenheit dringend notwendig machten.

Cuba Si Hamburg  hofft sehr, die Gäste zu einem späteren Zeitpunkt in Hamburg begrüßen können und dass sie dann über Kubas gelebte Solidarität mit den ärmsten Völkern der Welt berichten.

 

Seit Jahrzehnten helfen kubanische Ärztinnen und im Gesundheitsbereich Tätige weltweit bei Katastrophen, in der Gesundheitsvorsorge und bei der Ausbildung medizinischer Fachkräfte.
Wir haben jetzt die Gelegenheit zwei kubanische Ärzte kennenzulernen, die uns über Kubas Hilfe im Kampf gegen Ebola in Afrika und die Hilfe Kubas in Haiti und lateinamerikanischen Ländern berichten.
Veranstalter: Cuba si Hamburg und Netzwerk Cuba
Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.,, Saal, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg-Altona

Ecuador: Buen Vivir – Gutes Leben oder zurück auf Null?

Fr 20.11. Vortrag / 19.30 Uhr / Eintritt: 3,-

mit Milton Yulán Morán, von der Bauernorganisation Tierra y Vida

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Die Verfassung Ecuadors, seit 20. Oktober 2008 in Kraft und in einer Volksabstimmung mit grosser Mehrheit angenommen, liest sich stellenweise wie eine Enzyklopädie guter Vorsätze und wünschenswerter Zustände: Soziales und solidarisches Wirtschaften, nachhaltige Entwicklung, Geschlechtergerechtigkeit, Besinnung auf Pachamama, Mutter Erde, Buen Vivir – Gutes Leben, Ernährungssouveränität, Biodiversität und anderes mehr. Die Gesellschaft Ecuadors und seine natürlichen Reichtümer waren Jahrhunderte lang der Ausbeutung durch die spanischen Kolonisatoren, die einheimische Oberschicht und multinationale Konzerne unterworfen.
Nach zahlreichen vergeblichen Anläufen kam 2006 eine Regierung an die Macht, die dieser fatalen Entwicklung zumindest ein vorläufiges Ende setzen wollte. Nach knapp 10 Jahren muss leider eine ernüchternde Bilanz gezogen werden. Kaum eines der hehren Ziele wurde konsequent umgesetzt. Im Gegenteil, die angekündigte Agrarreform, die Gewährleistung der Ernährungssouveränität, der Verzicht auf die Ausbeutung der Erdölvorkommen im östlichen Tiefland und anderes mehr kamen über Versprechungen nicht hinaus. Andererseits werden soziale Bewegungen und Organisationen, ihre MitarbeiterInnen verfolgt und kriminalisiert wenn sie versuchen, ihr verbrieftes Recht auf „Gutes Leben“ mit friedlichen Mitteln durchzusetzen.
Milton Yulán Morán ist Anwalt der Bauernorganisation Tierra y Vida, Land und Leben, Mitglied von FIAN Ecuador und Berater von FIAN International. Er wird sich vor dem Hintergrund der Postulate der Verfassung mit der Wirklichkeit der Agrarreform und der Ernährungssouveränität auseinandersetzen.
Veranstalter: FIAN (FoodFirst Informations- und Aktionsnetzwerk für das Recht auf Nahrung) Lokalgruppe Hamburg
Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Seminarraum, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg-Altona

Mittelamerika: Empörung gegen die Korruption

Di 24.11. Vortrag & Diskussion / 19.30 Uhr / Eintritt: 3,-

mit Isabel Rosales Sandoval, Guatemala, und Herlinda Martínez Ortega, Honduras

Moderation: Dr. Sabine Kurtenbach, GIGA Institut für Lateinamerika-Studien

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Im Frühjahr ist in Mittelamerika die Bewegung der Empörten entstanden. In Guatemala gelang bereits die Einrichtung einer Internationalen Kommission gegen die Straflosigkeit, die Untersuchungen gegen den Präsident und weitere Politiker eingeleitet hat. Wöchentlich finden große Protestmärsche statt, in Honduras wird wie in Guatemala die Einrichtung einer Kommission und der Rücktritt des Präsidenten gefordert. Gelingt es der Bewegung, Mittelamerika zu verändern?

Veranstalter: zapapres e.V. (Honduras Koordination Hamburg)

Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Saal, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg-Altona

in Facebook (mit Karte/Wegbeschreibung)

gefördert von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung

Kolumbien – auf dem Weg zum Frieden

Mittwoch, 5. November 2014, 19:30 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Erik Arellana und Gloria Cala

wirft einen Blick auf die Vorschläge von sozialen und besonders Frauenbewegungen in Kolumbien nach dem Prozess des Friedensdialogs zwischen Regierung und Guerilla FARC/EP in La Habana 2012. Die Bewegungen fordern die Anerkennung ihrer effektiven Partizipation – gerade für die Zukunft. Und sie ermutigen zur Solidarität angesichts der  vielfältigen Herausforderungen  nach den Friedensgesprächen.

Ort: Seminarraum der W3, Nernstweg 32 in HH-Altona, Eintritt 3,- Euro
Veranstalter: peace brigades international, gefördert von: Miteinanders

Wie man eine Favela umkrempelt

Freitag, 7. November 2014, 20 Uhr

Lesung mit Ute Craemer und Dunja Batarilo

Wie wird aus einem Slum ein Ort mit Lebensqualität? Die Favela Monte Azul am Rande der Megacity São Paulo hat es geschafft, Gewalt und Elend aus eigener Kraft zu überwinden. Den Impuls dazu gab die Lehrerin Ute Craemer.
Wie das gelingen konnte, beschreibt Dunja Batarilo in ihrem Buch „Die Brückenbauerin“. Gründlich vor Ort recherchiert gewährt es lebendige Einblicke in das Leben in der Favela.

Ort: Centro Sociale; Sternstraße 2, Eintritt: 3,- Euro
Veranstalter: Monte Azul International e.V.

Zurück zur Diktatur – Die Lage der Menschenrechte in Honduras

Dienstag, 11. November 2014, 19.30 Uhr

Vortrag und Diskussion
mit Donny Reyes Velazquez, Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte

Seit vielen Jahren kämpft Donny Reyes, Koordinator der LGBT-Verei­nigung Arcoiris, für die Menschenrechte der sexuellen Minderheiten und die juristische Aufarbeitung zahlreicher Morde an Schwulen, Lesben und Transsexuellen.
Mit dem Putsch im Juni 2009 hat sich die Lage erheblich verschlechtert. 2012 überlebte er nur knapp einen Mordanschlag. Im September 2013 wurden aus dem Büro von Arcoiris mehrere Computer mit sensiblen Daten gestohlen.
Alle wichtigen Positionen im Staat werden nun von der Nationale Partei besetzt. Welche Chancen hat da die oppositionelle Bewegung?

Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg, Eintritt: Spende
VeranstalterInnen: zapapres e.V. Honduras Koordination Hamburg, peace brigades international, Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Mexiko – Würde und Gerechtigkeit für die Indigenen in Guerrero

„Außer Kontrolle“ (Stop Folter!-Kampagne)

Mittwoch, 12. November 2014, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion
mit
Abel Barrera, Leiter des Menschenrechtszentrums ‘Tlachinollan‘ in Tlapa/Guerrero und Träger des Amnesty-Menschenrechtspreises 2011
und
Selmin Çaliskan, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International.
Übersetzung: Jutta Klass, zapapres

A. Barrera gehört zu den führenden Menschenrechtlern in Mexiko. Er setzt sich seit vielen Jahren mit hohem persönlichem Risiko fu?r die indigenen Völker in der Montaña (Bergregion) von Guerrero ein. Das Massaker vom 26. September 2014 an den unbewaffneten Lehramts-Studenten von Ayotzinapa und die Rolle des Staates in Verbindung mit dem organisierten Verbrechen werden zentrale Themen sein.
S. Çaliskan berichtet über die derzeit laufende weltweite Kampagne „Stop Folter!“ von Amnesty International. Mexiko ist eines der fünf Schwerpunktländer dieser Kampagne. Die deutsche Übersetzung des Mexikoberichts wird bei der Veranstaltung ausliegen.
Musikalischer Rahmen: Mitglieder des ChorCovado, Hamburg (a capella)

Ort: Apostelkirche, Bei der Apostelkirche, 20257 HH-Eimsbüttel, Eintritt frei, Spende erbeten
Veranstalter: Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), zapapres e.V. Mexiko Nachrichten Import

Agroindustrie in Paraguay: Landraub und Hunger

Freitag 14. November 2014, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Marcos André Glauser, Paraguay

Vertreibungen, Morde, Versprühen chemischer Substanzen gehören zu den  von der Agroindustrie angewandten Methoden um Indigene und Kleinbauern ihres Landes zu berauben. Deutschland importiert Soja, Fleisch, Holzkohle aus Paraguay und trägt damit zu den verheerenden Folgen der Gewalt bei.

Ort: W 3, Nernstweg 32, Seminarraum, Eintritt: 3,- Euro
Veranstalter: FIAN, FoodFirst Informations- und Aktionsnetzwerk für das Recht auf Nahrung

NAFTA, Biodiversität und indigene Autonomie

Freitag, 21. November 2014, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Martin Schwarzbach

Der 1994 in Kraft getretene Freihandelsvertrag zwischen Mexiko, den USA und Kanada (NAFTA) hat weitreichende Folgen für die mexikanische Landwirtschaft, insb. für die Maisbauern, die bereits davor kaum vom Maisanbau leben konnten (angewiesen auf Wanderarbeit bzw. Geldüberweisungen aus den USA): sie sind seitdem der US-amerikanischen Konkurrenz ausgesetzt und die einmalige Mais-Biodiversität droht verlorenzugehen. Welche Überlebensstrategien ergreifen die Maisbauern Mexikos?

Ort: Ev. Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie, Horner Weg 170 (U2 Rauhes Haus)
Eintritt: 3,- Euro

Veranstalter: Ininmex

Vor ca. 25 Jahren: Kuba und das Ende der Apartheid

Dienstag, 25. November 2014, 19 Uhr

Dokumentarfilm und Vortrag mit Wolfgang Mix

Das Eingreifen Kubas brachte die südafrikanische Invasion Angolas 1988 in eine hoffnungslose Lage, führte zum kompletten Rückzug und zu Namibias Unabhängigkeit – der Anfang vom Ende des Rassistenregimes. Von Nelson Mandela als Beitrag zu Unabhängigkeit, Freiheit und Gerechtigkeit in Afrika gewürdigt, „dessen prinzipientreuer und selbstloser Charakter ohne Parallele ist“.

Ort: w3, Nernstweg 32-34, in HH-Altona, Eintritt: Spende
Veranstalter: Cuba Sí Hamburg