Doku Nicaragua

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Di 17.11.
Nicaragua: Der Präsident regiert, das Parlament kontrolliert?
Zustand und Möglichkeiten politischen Engagements im heutigen Nicaragua

Mit Dr. Vilma Núñez (Präsidentin der Menschenrechtsorganisation CENIDH) und Alberto Aburto (Mitglied der Gruppe Movimiento Puente)

Von links nach rechts: Anneheide von Biela (EWNW), Alexander Laarmann (Nicaragua Verein), Karin Uhlenhaut (Übersetzerin), Dr. Vilma Nuñez (CENIDH), Isabel Marin (Übersetzerin), Alberto Aburto (Movimiento Puente)

In der Abendveranstaltung berichteten zwei Gäste aus Nicaragua, Dr. Vilma Núñez (Präsidentin der Menschenrechtsorganisation CENIDH) und Alberto Aburto (Mitglied der Gruppe Movimiento Puente), über die aktuelle Situation der Rechtsstaatlichkeit im Land.
Zunächst berichtete Frau Dr. Núñez über die aktuelle politische Lage in Nicaragua unter der Regierung Ortega. Sie schilderte, wie sie ihre anfangs mit dem Regierungsantritt der einstigen Revolutionspartei FSLN im Januar 2007 verbundenen Hoffnungen vollständig aufgeben musste, weil die Politik Ortegas in seiner zweiten Amtszeit hauptsächlich auf den eigenen Machterhalt und die Errichtung einer Familiendynastie ausgerichtet sei.
Alberto Aburtos Beitrag ergänzte diese Ausführungen aus der Perspektive seiner Gruppe Movimiento Puente, die das Ziel hat, die demokratische Kultur in Nicaragua zu ändern.
Es folgte eine kurze Stellungnahme des Nicaragua Vereins, der vor 25 Jahren aus Begeisterung über das Sandinistische Projekt mit der Nicaragua-Solidarität begonnen hatte
und sich noch immer für die Solidarität mit den Menschen in Nicaragua einsetzt. Die reaktionäre Politik Ortegas erfordert vom Verein eine Umorientierung in seiner Haltung zu den Sandinisten, ohne die ursprünglichen Ziele aus den Augen zu verlieren. Eine optische Konsequenz ist beispielsweise die Änderung des Vereinslogos, das vorher die sandinistischen Farben schwarz-rot beinhaltete und nun in ein helles blau umgewandelt wurde.
Hieran schloss sich eine rege Diskussion mit Rückfragen und Anmerkungen an die beiden Gäste an.

Werkstatt 3 in Kooperation mit dem Nicaragua Verein Hamburg e.V.

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