Fr 14.11. – Info Mexiko

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Das Schweigen brechen – Der Kampf gegen Alltagsgewalt im Süden Mexikos

Mit Heike Jehnichen (corazón e.V., Feministisches Kollektiv Mercedes Olivera in San Cristóbal, Chiapas)

Krieg und Gewalt in allen Formen, vor allem gegen Frauen wie den Feminicidios (Frauenmorde), sowie der „Impunidad“(Straflosigkeit) und die extreme Armut sind in Mexikos Gesellschaft allgegenwärtig.
Die ehemalige Entwicklungshelferin Heike Jehnichen berichtete über die verschiedenen Erscheinungsformen der Gewalt gegenüber Frauen in Chipas, Mexiko.
Zur häuslichen Gewalt gegen Frauen kommt in Chiapas die militärische, institutionelle und strukturelle Gewalt und seit einigen Jahren auch die »Feminicidios«, Morde an Frauen, die vor der Tötung gefoltert werden. Heike Jehnichen informierte über die Bedingungen des Kampfes für Rechte der Frauen und vor allem der Indigenas. Sie betonte die besondere Situation der Frauen in Chiapas und führte Strukturen zur Unterstützung von Frauen auf, die Opfer von Gewalterfahrungen geworden sind. Über die Leitfrage, ob es einen regionale und öffentliche Debatte über diese Problematik in Chiapas gäbe, kam sie auf die Rolle der Zapas zu sprechen und die in den autonomen Gemeinden bewerkstelligten positiven Veränderungen. Zuletzt wurde das Phänomen der Mexikoweit stattfindenden „Femicidios“ aufgegriffen und seine Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben in Chiapas untersucht. Der Diskussionsschwerpunkt lag auf der Rolle der Zapatisten und auf die in Mexiko tradierte Sichtweise zu Frauen, in der sich die »Feminicidios« begründen.

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Kooperationsveranstaltung von der Werkstatt 3 und Zapapres e.V.