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„Klimawechsel“ in El Salvador? Repression und politische Perspektiven

Mit David Morales (Rechtshilfeorganisation FESPAD)

Erstmals seit Ende des Bürgerkrieges in El Salvador hat die Linke 2009 gute Chancen aufeinen Wahlsieg. Seit Jahren spitzt sich die politische Lage immer weiter zu. Die offene Repression gegen soziale Bewegungen während des Krieges hat eine subtilere Form angenommen und kleidet sich nun in das Gewand der «Anti-Terror-Bekämpfung».
David Morales ist Anwalt und arbeitet derzeit bei dem Menschenrechtsanwaltsbüro FESPAD (Fundación de Estudios para la Aplicación del Derecho) in San Salvador. Außerdem arbeitet er für mehrere Menschenrechts-NGOs, die sich gegen die Straflosigkeit und für eine Kultur der Erinnerung einsetzen. Zuvor hat er bereits für die Menschenrechts-Ombudsstelle des salvadorianischen Staates und das katholische Rechtshilfebüro „Tutela Legal“ gearbeitet. Er arbeitet an der Aufklärung verschiedener Massaker, die in der Zeit des Bürgerkrieges an der Zivilbevölkerung verübt worden sind. Damit macht er sich nicht immer nur Freunde: Bei „Tutela Legal“ wurde ihm vom Erzbischof gekündigt, weil dieser ein „Schweigeabkommen“ mit der salvadorianischen Regierung geschlossen hatte, die ein starkes Interesse daran hat, dass die Verantwortlichen für die Ermordung von Oscar Arnulfo Romero nicht zur Rechenschaft gezogen werden. David Morales widersetzte sich diesem Abkommen und forderte weiterhin deren Bestrafung. Das kostete ihn dann seine Anstellung.

Dieses Jahr war er bereits zum zweiten Mal zu Gast beim Bundestreffen der El Salvador-Solidarität in Frankfurt am Main. Das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit in München hat die Gelegenheit genutzt, um zu Bedeutung von Angst in der salvadorianischen Politik zu befragen.

Beachten sie auch folgende PDF-Dateien:
Interview mit David Morales

Tagungsbericht des Bundes- und Koordinationstreffen der El Salvador-Solidarität 2008

Kooperationsveranstaltung der Werkstatt 3 mit dem mit dem Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V., München

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