Die Zukunft gehört dem Frieden, ein Wort, ein Postulat von José Martí, Kubaner und Symbol für den Unabhängigkeitskampf seines Landes, der überzeugt war von einer friedlichen Zukunft, als unabdingbarer Voraussetzung für das Überleben von Menschheit und Natur.
Frieden, ein Begriff, den Politiker weltweit heute nur selten im Munde führen. Ungleich häufiger ist von Aufrüstung, Waffen und Gewalt die Rede. Die Menschheit wird jedoch nur in und mit Frieden überleben, Frieden im Zusammenleben zwischen Menschen, Frieden im Zusammenleben mit der Natur.

Die Gesellschaften aller Länder, die im Fokus der folgenden Veranstaltungen der Lateinamerikatage 2019 in Hamburg stehen, leiden unter Kriegen, die ihnen aufgezwungen werden. Viele Menschen sehen nur in der Flucht eine Überlebenschance. Aber haben sie überhaupt eine Chance?
Sie sind meist nicht willkommen in den Ländern oder Regionen, in die sie fliehen. Dennoch können sie nicht in ihrer Heimat bleiben, weil sie dort Verfolgung, Misshandlung und Diskriminierung erwarten. Die Mehrheit der Bevölkerung der Länder sucht den Frieden, sucht Solidarität derjenigen, die unter menschenwürdigen Bedingungen leben.

Frieden kann nur ohne Ausbeutung von Mensch und Natur, nur durch Achtung von Menschenrechten und menschlicher Würde wachsen und bestehen.
Auf diese unabdingbaren Erfordernisse möchten die Lateinamerikatage 2019 in Hamburg hinweisen.

Di 22.10. | Kartographie der Verschwundenen in Kolumbien

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:30 Uhr / Eintritt frei / Spenden erbeten

Offiziell gibt es über 50.000 Verschwundene. Seit 2016 kartiert Human Rights Everywhere dies. Die Ergebnisse sind auf desaparicionforzada.com dokumentiert. Von 176 Karten, die nach Geographie, Sektoren oder Themen geordnet die Untersuchungsergebnisse zeigen, liegen 72 als Buch vor. Erik Arellana Bautista und Fidel Mignorance stellen die Studie in Hamburg vor. Continue reading Di 22.10. | Kartographie der Verschwundenen in Kolumbien

Mi 23.10. | Sembrando esperanzas Ernährungssouveränität und Wissenstransfer in Mexiko

Workshop mit Inputreferat / 19 Uhr / Eintritt: frei

Carlos García – Agraringenieur aus Guerrero
Irma Aguirre – Dozentin aus Puebla

Irma Aguirre (Dozentin, Puebla) und Carlos García (Agraringenieur, Guerrero) verfügen über umfassende Erfahrungen und Kenntnisse sowohl auf theoretischer wie auch auf angewandter praktischer Ebene in den Bereichen Schutz und Verteidigung von Landrechten und Territorium, Ernährungssouveränität/ Agrarökologie und kollektiver Organisierungsformen. Allen Beteiligten der Veranstaltung liegt daran, transnationale Kontakte aufzubauen, um auf diese Weise die Reflexionen fortzusetzen, die zur Schaffung einer intakteren Umwelt führen Continue reading Mi 23.10. | Sembrando esperanzas Ernährungssouveränität und Wissenstransfer in Mexiko

Di 29.10. | Kubas Internationalismus – Angola 1975-1991

Buchvorstellung/ 19:00 Uhr / Eintritt: frei

Kuba schickte 400.000 militärische und zivile Freiwillige nach Angola. Sie verteidigten die Volksregierung gegen das südafrikanische Apartheid-Regime und unterstützten den Aufbau des Landes. Dem Freiheitskampf in Namibia und Südafrika gaben sie Rückhalt und entscheidende Impulse.
Der Autor Wolfgang Mix untersucht neben den historischen Abläufendie Frage nach dem besonderen Charakter des kubanischen Internationalismus. Continue reading Di 29.10. | Kubas Internationalismus – Angola 1975-1991

Do 31.10. | Kolumbien – Der Friedensvertrag und die Landfrage

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: frei / Spenden erbeten

Kolumbiens Geschichte ist bis heute von unterschiedlichen, langandauernden Konflikten geprägt. Ein zentraler Konfliktgegenstand ist die Landfrage, da sich der Großteil des Bodens in den Händen einiger weniger Großgrundbesitzer befindet. Zahlreiche Konfliktparteien versuchen ihre Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Dabei nutzen Sie auch Menschenrechtsverbrechen, wie das gewaltsame Verschwindenlassen. Organisationen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen und Aufklärung fordern, werden häufig bedroht. Continue reading Do 31.10. | Kolumbien – Der Friedensvertrag und die Landfrage

Mo 04. 11. | El Salvador nach den Wahlen

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: frei / Spenden erbeten

Angel Ibarra – ehemaliger Vize-Umweltminister El Salvadors

Bei den Parlamentswahlen 2018 und den Präsidentschaftswahlen 2019 wurde in El Salvador die FMLN abgewählt. Sieger wurde der ehemalige Bürgermeister von San Salvador Nayib Bukele. Sein Kabinett besteht aus Freunden der Familie und Geschäftspartnern.
Nun muss sich die FMLN mit ihrer internen Krise beschäftigen. Continue reading Mo 04. 11. | El Salvador nach den Wahlen

Mi. 06.11. | Geographien der Gewalt – Migration und Journalismus in Mexiko

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: frei / Spenden erbeten

Mit dem „Krieg gegen die Drogenkartelle“ wurde ab 2006 der Militär- und Polizeiapparat in Mexiko massiv ausgebaut. Die Gewalt entwickelte eine scheinbar unaufhaltsame Eigendynamik.
Die „Geographie der Gewalt“ prägt auch unter der neuen Regierung den Alltag der sozialen und politischen Bewegungen, aber auch den vieler kritischer Journalistinnen. Mexiko ist heute das tödlichste Land weltweit für Medienschaffende. Continue reading Mi. 06.11. | Geographien der Gewalt – Migration und Journalismus in Mexiko

Do 14.11. | Guatemala und EL Salvador im Gestern und Heute

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:30 Uhr / Eintritt: frei / Spenden erbeten

Bürgerkriege, soziale Bewegungen und Kampf um Bildung. Ringen um ein „buen vivir“, ein gutes Leben für alle. In den 90er Jahren begleitete Heike Kammer mit peace brigades international (pbi) in El Salvador und Guatemala Menschen, die um ihre Rechte kämpften. Damals wurden die Menschen durch den Krieg bedroht, heute durch allgegenwärtige Gewalt und Verbrechen. Continue reading Do 14.11. | Guatemala und EL Salvador im Gestern und Heute

Mo. 18.11. | Staudämme, Bergbau und Plantagen – Inwertsetzung der Amazonasregion

Referat, Fotos, Diskussion / 19.00 Uhr / Eintritt frei / Spenden erwünscht

Die Waldbrände im Amazonasgebiet sind ein wichtiges Thema in den Medien. Brasiliens Präsident Bolsonaro kündigt die Ausweitung der ökonomischen Nutzung des Amazonasgebietes für Monokulturen, Viehhaltung, Rohstoffausbeutung, Energieerzeugung an.
Die Vernichtung des tropischen Regenwaldes zieht Klima und Wetter in Mitleidenschaft. Der Widerstand gegen den verantwortungslosen Umgang mit der Natur und der Einsatz für das Leben auf dem Planeten wächst.
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