Lateinamerikatage Hamburg

Rum oder Gemüse? Landwirtschaft in Kuba und Nicaragua zwischen Ernährungssouveränität, Kooperativen und Weltmarkt

Do 05.11. Film & Vortrag / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

mit Klaus Hess, Informationsbüro Nicaragua
In Nicaragua zählt die Landwirtschaft weiterhin zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen, und die sandinistische Regierung ermöglicht seit 2007 neue integrale Ansätze für die ländliche Entwicklung, die weit über die Förderung der KleinproduzentInnen hinausgehen. In Kuba ist Ernährungssouveränität eines der großen Ziele. Der Staat verteilt Land an Genossenschaften und Kleinbauern/-bäuerinnen, sie produzieren mittlerweile 57% der Lebensmittel. Gleichzeitig entstehen alternative Projekte wie Organopónicos (Stadtgärten), die zur städtischen Lebensmittelversorgung beitragen.
Gibt es angesichts der jeweils besonderen Geschichte Kubas und Nicaraguas emanzipatorische Ansätze in beiden Länder, die die Ernährungssicherheit der Bevölkerung garantieren? Wie ist das Verhältnis zwischen staatlichen, genossenschaftlichen und privaten bäuerlichen Betrieben? Gibt es unabwendbare Zwänge in Anbetracht der Globalisierung, die landwirtschaftliche Produktion auf den Weltmarkt auszurichten? Und welche Rolle spielen dabei die Freihandelsverträge der EU?
Veranstalter: Nicaragua-Verein Hamburg, el rojito e.V.
Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Seminarraum, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg-Altona