Lateinamerikatage Hamburg

Di 15.11. | Widerständig und bedroht: Autonome indigene Strukturen in Mexiko

Diskussionsveranstaltung / 19.30 Uhr / Eintritt: Spende

Mit Nestora Salgado – Kommandantin der Autonomen Kommunalen Polizei (CRAC-PC) in Guerrero

Nestora Salgado

Pressekonferenz mit Nestora Salgado nach ihrer Freilassung | Foto María José Martínez / Cuartoscuro

 

 

 

Nach 31 Monaten Haft kam Nestora Salgado im März 2016 frei.  Der Hintergrund ihrer Verhaftung:  Die Autonome Kommunale Polizei  hatte versucht,  die Mafia-Aktivitäten des lokalen PRI-Bürgermeisters zu unterbinden.  Die Macht der Drogenkartelle, die Kriminalisierung indigener Bewegungen  werden Themen sein.

Nestora Salgados willkürliche und unrechtmäßige Verhaftung im August 2013 erfolgte – so die UNO-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Verhaftungen – wegen ihres Kampfes für die Rechte der indigenen Völker als Kommandantin der indigenen Gemeindepolizei in Guerrero und sie kritisierte, dass willkürliche Verhaftungen und die Kriminalisierung von sozialen Kämpfer*innen und von Menschenrechtsvertreter*innen in den vergangenen Jahres in Mexiko enorm zugenommen haben.  Der Hintergrund ihrer Verhaftung: Die Autonome Kommunale Polizei hatte versucht, die Zusammenarbeit der lokalen PRI-Regierung mit den Drogenkartellen zu unterbinden und hatte es geschafft, die Kriminalitätsrate um 90% zu reduzieren.

Am 18. März diesen Jahres kam Nestora Salgado endlich frei und wurde vor dem Frauengefängnis von Mexiko-Stadt von einer Delegation der Kommunalpolizei Guerreros und von Vertreter*innen der Eltern der 43 verschwundenen Studenten von Ayotzinapa begrüßt. In einer anschließenden Pressekonferenz schilderte sie die vergangenen Jahre im Gefängnis: 20 Monate in Isolationshaft, ohne Zugang zu medizinischer Versorgung im Hochsicherheitsgefängnis von Tepic, Nayarit. “Sie behandelten mich auf die brutalstmögliche Art”, beschrieb sie diese Zeit. Erst nach einem 30-tägigen Hungerstreik und aufgrund des wachsenden öffentlichen Drucks wurde Salgado im Juni 2015 in das Frauengefängnis in Mexiko-Stadt verlegt, wo sie endlich Zugang zu Gesundheitsversorgung erhielt. Sie ist und war das bekannteste Gesicht der rund 400 inhaftierten Gemeindepolizisten aus den Bundesstaaten Guerrero und Michoacán.

Kaum auf freiem Fuß, betonte Salgado, dass sie den Kampf um die Freilassung aller politischen Gefangenen in Mexiko aufnehmen wolle, deren Zahl landesweit auf 500 geschätzt wird. Darunter sind auch neun weitere Gemeindepolizisten der CRAC-PC von Guerrero, welche ebenfalls 2013 verhaftet wurden und unter denselben Anklagen wie Salgado weiter einsitzen.

Die Arbeit der Policía Comunitaria werden ebenso Thema der Veranstaltung sein, wie die Macht der Drogenkartelle, die Kriminalisierung indigener Bewegungen und der Kampf für die Freilassung der politischen Gefangenen.

Veranstalter | Zapapres e.V. in Zusammenarbeit mit IniMex und der RLS-Hamburg
Veranstaltungsort | Centro Sociale, Sternstr. 2; U-Feldstraße

 

Martes, 15 de noviembre | 19:30h | entrada donativo

acto informativo y de discusión

Resistiendo y amenazadas – Estructuras indígenas autónomas en México

con Nestora Salgado, comandante de la policía comunitaria autónoma (CRAC-PC) en  Guerrero.

Después de 31 meses en la cárcel, Nestora Salgado fue liberado en marzo del 2016. El fondo político de su encarcelamiento fue la lucha de la policía comunitaria autónoma contra las actividades criminales del alcade y los regidores del PRI, todos ellos relacionados con los cárteles.

Los temas del acto informativo son entre otros: el poder de los cárteles y la criminalización de los movimientos indígenas y sociales.

Organizadores | zapapres e.V., junto con Inimex + la Fundación Rosa Luxemburgo de Hamburgo

Lugar |  Centro Sociale, Sternstr. 2; U-Feldstraße