Archiv der Kategorie 'Mexiko'

Di 7.11. | Mexiko/Zentralamerika – alternative Energien und neue Wege

Dialog und Diskussion / 19:00 Uhr  / Eintritt: Spende

Veranstalter: Amnesty International CASA, peace brigades international (pbi), zapapres e.V.
Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2

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Seit vielen Jahren engagiert sich Gustavo Castro in Basisbewegungen gegen Megaprojekte im Energiesektor und für Menschenrechte. Im Rahmen der Diskussionsveranstaltung wird die Journalistin Erika Harzer den Umweltrechtsverteidiger über alternative Energien von unten, über den Widerstand der indigenen und bäuerlichen Bevölkerung sowie Möglichkeiten der internationalen Vernetzung befragen.

Der Handlungsspielraum von Menschenrechts- und Umweltrechtsverteidiger*innen wird immer weiter eingeschränkt. Mexiko und Zentralamerika gehören zu den gefährlichsten Regionen für Aktivist*innen – im Jahr 2016 überlebte Gustavo Castro ein Attentat, bei dem die international anerkannte Umweltrechtsverteidigerin Berta Cáceres ermordet wurde.
Die Nichtregierungsorganisationen setzen sich unter großem Risiko zur Wehr und kämpfen weiter gegen die transnationalen Konzerne und den Ausverkauf ihres Landes.

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Do 09.11. | Wo sind sie? Kein Mensch verschwindet spurlos

Ausstellungseröffnung und Konzert mit dem Duo Riosentí, Kurzvideo zum Kunstprojekt
„Spuren der Erinnerung“ des mexikanischen Bildhauers Alfredo López Casanova
Beginn 19.00 Uhr  / Eintritt: Spende

Veranstalter: Amnesty International CASA (Kontakt: Wolfgang Grenz), unterstützt von der ev. luth.  Kirchengemeinde Eimsbüttel und dem Ida Ehre Kulturverein.
Ort: Bei der Apostelkirche 2, 20257 Hamburg

Amnesty_9.11_2Unter dem Motto „Wo sind sie? Kein Mensch verschwindet spurlos“ wird vom 10. bis zum 23. November 2017 in der Apostelkirche eine Ausstellung von Amnesty International zu sehen sein. Es geht um das Verschwindenlassen von Menschen in Mexiko.

Ausgangspunkt für dieses Projekt war das gewaltsame Verschwinden der 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero, das vor drei Jahren weltweites Aufsehen erregte. Bis heute haben die Ermittlungen zu keiner abschließenden Klärung geführt und den Angehörigen ist keine Gerechtigkeit widerfahren.

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Sa 18.11. | Vermisst, verschleppt, entführt… Die Suche nach den Verschwundenen

Diskussionsveranstaltung / 20.00 Uhr / Eintritt: Spende
Mit Luis Lopez (El Salvador) und Dulcina Parra, einer der mexikanischen Buscadoras.

Veranstalter: zapapres e.V. u. Inimex, gefördert vom KED
Ort: Apostelkirche, Bei der Apostelkirche 2

Luis_LangAbertausende zentralamerikanische Migrant*innen sind auf ihrem Weg in die USA spurlos verschwunden. Sie wurden Opfer von Menschenhandel, Zwangsarbeit, Erpressung und Raubmorden, verschwanden spurlos in Gefängnissen oder verunglückten auf den gefährlichen Flucht- und Migrations-Routen.
Angesichts der Untätigkeit der Behörden haben sich zahlreiche Komitees gegründet, die sich auf die Suche nach ihren vermissten Familienangehörigen machen.  In Mexiko sind es die Buscadoras, die die Suche nach den Zehntausenden von gewaltsam Verschwundenen begonnen haben.

“Ich werde dich suchen, bis ich dich gefunden habe!” (Te buscaré hasta encontrarte) – Dieses Versprechen versuchen die Buscadoras Tag für Tag umzusetzen.

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So 23.10. | Deutschlandjahr in Mexiko – Solidarität mit geflüchteten Menschen und Migrant_innen in Deutschland und Mexiko

Kinovorführung mit dem Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante“
und dem Kurzfilm „Samira“, aufgenommen in Tenosique und Hamburg
Film und Gespräch /11:00Uhr /Eintritt: Kinopreis

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Samira                                                                  Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen
von Charlotte A. Rolfes                               von Hauke Lorenz

Anlässlich des sechsten Jahrestages eines Massakers an 72 Migrant_innen in Mexiko organisierten die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, La72 – Hogar Refugio para personas Migrantes und Hauke Lorenz eine Veranstaltung mit mobilem Kino in Mexiko. Diese Veranstaltung wiederholen wir Anwesenheit von Fray Tomás González, dem Gründers der Migrantenherberge in Tenosique, Marta Sánchez Soler vom Movimiento Migrante Mesoamericano und dem Regisseur Hauke Lorenz (das Team von Samira ist angefragt). Gezeigt werden die Filme: “Samira” aus Hamburg und “Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen”, gedreht in Tenosique, Tabasco.

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Di 15.11. | Widerständig und bedroht: Autonome indigene Strukturen in Mexiko

Diskussionsveranstaltung / 19.30 Uhr / Eintritt: Spende

Mit Nestora Salgado – Kommandantin der Autonomen Kommunalen Polizei (CRAC-PC) in Guerrero

Nestora Salgado

Pressekonferenz mit Nestora Salgado nach ihrer Freilassung | Foto María José Martínez / Cuartoscuro

 

 

 

Nach 31 Monaten Haft kam Nestora Salgado im März 2016 frei.  Der Hintergrund ihrer Verhaftung:  Die Autonome Kommunale Polizei  hatte versucht,  die Mafia-Aktivitäten des lokalen PRI-Bürgermeisters zu unterbinden.  Die Macht der Drogenkartelle, die Kriminalisierung indigener Bewegungen  werden Themen sein.

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Mexiko: Das Ende der vierten Gewalt? Journalisten als Freiwild

Do 29.10. Vortrag, Podiumsgespräch & Diskussion / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

mit Marcela Turati, mexikanische Journalistin und Autorin

Monica Avolio

© Mónica Avolio

mit Christian Mihr (Reporter ohne Grenzen) und Stefan Endter (DJV-Hamburg)?Moderation: Peter Burghardt (Süddeutsche Zeitung)
Mexiko befindet sich in einer schweren politischen Krise. Die verschwundenen (und wahrscheinlich getöteten) 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa hatten im Herbst 2014 in der Bevölkerung das Fass der Empörung zum Überlaufen gebracht. Dabei gehen kritische Journalisten_innen immer häufiger ein tödliches Risiko ein, wenn sie ihren Beruf ausüben und auf Verzahnungen der organisierten Kriminalität mit Personen aus Wirtschaft, Politik und Drogenhandel hinweisen.
Ende Juli 2015 wurden in einer Wohnung in Mexiko-Stadt der aus Veracruz geflüchtete Fotojournalist Rubén Espinosa, die Menschenrechtsaktivistin Nadia Vera und weitere drei Frauen gefoltert und mit Genickschuss hingerichtet. Espinosa hatte soziale Bewegungen und Polizeiübergriffe dokumentiert. Der Gouverneur des Bundesstaats hat keinen Handschlag dafür getan, auch nur einen der 14 Morde an Journalisten in drei Jahren seiner Amtszeit aufzuklären. Die Täter bleiben in aller Regel straffrei.
Auch Mexikos Bundesregierung lässt kritische Journalisten auf eine Weise im Stich, dass sie de facto vogelfrei sind. Dass es überhaupt noch welche gibt, die sich um Recherchen auch zu heiklen Themen bemühen, grenzt an ein Wunder. Mit einem absoluten Machtanspruch wird die Gewaltenteilung ausgehebelt und die „vierte Gewalt“ bekämpft.
Die mexikanische Journalistin und Autorin Marcela Turati berichtet über die aktuelle Situation in Mexiko und diskutiert über investigativen Journalismus mit ihren deutschen Kollegen. Turati schreibt für das Wochenmagazin „Proceso“ zu sozialen Themen und Menschenrechtsfragen. Mit ihrem Buch „Fuego Cruzado: las víctimas atrapadas en la guerra del narco“ thematisierte sie erstmals die neue Welle der Gewalt in Mexiko. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2011 mit dem deutschen Journalistenpreis Walter Reuter.
Veranstalter: Amnesty International – Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), Hamburg
Ort: Instituto Cervantes, Chilehaus, Eingang B, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg

Mexiko: TerrorZones

Di 3.11. / Vortrag & Diskussion/ 19.30 Uhr/  Eintritt: frei

Mit Wolf-Dieter Vogel, Autor und Journalist

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Extreme Gewalt und Morde prägen Mexikos Alltag; bis zu 45.000 Soldaten sind zur Bekämpfung der Drogenkartelle im Einsatz. Der Menschenrechtsaktivist José A. Guevara sagt sogar: „Ziel der aktuellen Politik des mexikanischen Staates ist es, Menschen auf Verdacht zu töten, weil sie eventuell  mit dem organisierten Verbrechen in Kontakt stehen“. Die Rolle von Militär und Polizei, aber auch die Frage nach Lösungsvorschlägen sind Themen der Veranstaltung. Dabei geht es, wie Vogel gemeinsam mit den Autor_innen  Anne Huffschmid, Nana Heidhues und Michael Krämer im Ende August veröffentlichten Buch „TerrorZones“ betont nicht um einfache Erklärungsmuster, da der Terror oft nicht einer einzigen Logik entspringt und sich zentraler Kontrolle entzieht. Ebenso vielfältig – und manchmal ambivalent – sind auch die Strategien des Überlebens und der Gegenwehr.

Veranstalter: zapapres e.V. (Mexiko – Nachrichten – Import) in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg
gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche

Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg

Inseln der Hoffnung? Die Erfahrungen mit linksdemokratischen Regierungen in Mexiko-Stadt und Bogotá

Do 12.11. Vortrag / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

mit Martin Schwarzbach
Die Hauptstädte Mexikos und Kolumbiens, zweier Länder geprägt von Ungleichheit, politischer Verfolgung und Drogenkrieg, werden seit längerer Zeit von linksdemokratischen Parteien regiert. Hoffnungen auf eine Demokratisierung und Befriedung dieser Länder von links sind mit diesen Regierungen verknüpft. Sind diese Hoffnungen berechtigt? Martin Schwarzbach von der Initiative Mexiko versucht, in seinem Vortrag ein differenziertes Bild zu zeichnen. Während Erfolge in der Armutsbekämpfung und Bürgerbeteiligung unbestreitbar sind, prägen andererseits auch Probleme von Korruption, persönlichen Machtambitionen und ideologischen Grabenkämpfen das Bild.
Veranstalter: Initiative Mexiko (INI-MEX)
Ort: Ev. Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie, Horner Weg 170, 22111 Hamburg (U2 Rauhes Haus)

gefördert von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung

Mexiko – Würde und Gerechtigkeit für die Indigenen in Guerrero

„Außer Kontrolle“ (Stop Folter!-Kampagne)

Mittwoch, 12. November 2014, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion
mit
Abel Barrera, Leiter des Menschenrechtszentrums ‘Tlachinollan‘ in Tlapa/Guerrero und Träger des Amnesty-Menschenrechtspreises 2011
und
Selmin Çaliskan, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International.
Übersetzung: Jutta Klass, zapapres

A. Barrera gehört zu den führenden Menschenrechtlern in Mexiko. Er setzt sich seit vielen Jahren mit hohem persönlichem Risiko fu?r die indigenen Völker in der Montaña (Bergregion) von Guerrero ein. Das Massaker vom 26. September 2014 an den unbewaffneten Lehramts-Studenten von Ayotzinapa und die Rolle des Staates in Verbindung mit dem organisierten Verbrechen werden zentrale Themen sein.
S. Çaliskan berichtet über die derzeit laufende weltweite Kampagne „Stop Folter!“ von Amnesty International. Mexiko ist eines der fünf Schwerpunktländer dieser Kampagne. Die deutsche Übersetzung des Mexikoberichts wird bei der Veranstaltung ausliegen.
Musikalischer Rahmen: Mitglieder des ChorCovado, Hamburg (a capella)

Ort: Apostelkirche, Bei der Apostelkirche, 20257 HH-Eimsbüttel, Eintritt frei, Spende erbeten
Veranstalter: Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), zapapres e.V. Mexiko Nachrichten Import

NAFTA, Biodiversität und indigene Autonomie

Freitag, 21. November 2014, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Martin Schwarzbach

Der 1994 in Kraft getretene Freihandelsvertrag zwischen Mexiko, den USA und Kanada (NAFTA) hat weitreichende Folgen für die mexikanische Landwirtschaft, insb. für die Maisbauern, die bereits davor kaum vom Maisanbau leben konnten (angewiesen auf Wanderarbeit bzw. Geldüberweisungen aus den USA): sie sind seitdem der US-amerikanischen Konkurrenz ausgesetzt und die einmalige Mais-Biodiversität droht verlorenzugehen. Welche Überlebensstrategien ergreifen die Maisbauern Mexikos?

Ort: Ev. Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie, Horner Weg 170 (U2 Rauhes Haus)
Eintritt: 3,- Euro

Veranstalter: Ininmex