Archiv der Kategorie 'Lateinamerikatage 2018'

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Seien wir realistisch – wagen wir das Unmögliche!

¡Seamos realistas – hagamos lo imposible!

Klare Ziele, verschlungene Wege – 50 Jahre nach der Revolte der Studierenden hat sich die Welt gewandelt. Doch viele der damals kritisierten Probleme sind auch heute noch in Lateinamerika – und anderswo – aktuell.
Die Zivilgesellschaft Lateinamerikas fordert nicht nur das Unmögliche, sondern handelt trotz Repression und heftiger Gegenwehr der politischen und ökonomischen Eliten und Regierungen selbst. Politischer Widerstand und sozialökologische/ökosozialistische Bewegungen werden immer lauter. Alternativen zur Wachstumslogik und der Ausbeutung des Landes entwickeln sich vor allem auf lokaler Ebene.
In diesem Sinne fokussieren die LateinamerikaTage 2018 die Resilienz und Stärke unserer Partnerorganisationen in Lateinamerika. Forderungen an die deutsche Gesellschaft, Politik und Wirtschaft entwickeln sich auf der Grundlage der Einschätzungen unserer Referent_innen.
Seien wir realistisch, wagen wir das Unmögliche! Wir freuen uns auf bewegende Themen und Analysen und eine bewegte Diskussion mit der engagierten Hamburger Zivilgesellschaft.

Do 11.10. | Frauen für die Menschenrechte – Cristina Auerbach

Vortrag und Publikumsgespräch / 19:00 / Eintritt: frei – Spenden erbeten

Foto_pbi_Cristina Das Engagement von Cristina Auerbach beginnt im Februar 2006, als bei einer Explosion in der Mine Pasta de Conchos, im Bundesstaat Coahuila im Norden von Mexiko 65 Minenarbeiter eingeschlossen werden. Schnell gibt der Minenbetreiber die Suche und Bergung der Körper auf. Weder die Betreiber noch die Behörden werden für die Verletzung der Sicherheitsstandards in der Mine zur Rechenschaft gezogen. Diesen Artikel weiterlesen →

Fr 19.10. | Freihandel in Zentralamerika: Folgen, Widerstand und Alternativen

Vortrag und Diskussion / 19:00 Uhr / Eintritt: Spende

Foto_Amnesty_1910Ob Wasserkraftwerke, Tourismusprojekte, Bergbau oder Agrarindustrie; in Zentralamerika nimmt die Zahl von Investitionen und Großprojekten stetig zu. Freihandelsverträge wie CAFTA-DR oder das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union haben den Außenhandel und das Wirtschaftswachstum belebt. Während dem freien Warenverkehr und Investitionen verbriefte Rechte eingeräumt werden, sucht man in diesen Vertragswerken allerdings vergeblich nach verpflichtenden Klauseln für die Einhaltung der Menschenrechte. Es häufen sich Umweltprobleme und soziale Konflikte.
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Mo 29.10. | Brasilien: Perspektiven nach den Wahlen am 28.10.2018

Referat, Grafiken, Fotos / 19.00 Uhr / Eintritt: 3 €

Brasilien wurde lange als „Land der Zukunft“, gesehen welches enorme soziale und ökonomische Potentiale freisetzen könne. Das Land wurde, in umfangreiche Kreditprogramme getrieben und später, durch seine Gläubiger zu einer rigiden Politik der Strukturanpassung gezwungen.
In den 2000er Jahren setzten Regierungen auf ökonomische Konsolidierung und die Regierung der Arbeiter-Partei PT auf umfangreiche Programme von Einkommens-Transfers, um die Kaufkraft der Bevölkerung und damit die interne Nachfrage zu stärken. Diesen Artikel weiterlesen →

Do 8.11. | Mexiko: Gewalt in Guerrero, staatliche Repression und Widerstand

Vortrag und Diskussion / 19:30 Uhr  / Eintritt: Spende

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In zahlreichen Regionen Mexikos wird Repression (bis hin zu Folter) von staatlichen Sicherheitskräften als soziales Druckmittel eingesetzt. Die Psychologin Felicitas Treue beschreibt den gesellschaftlichen Kontext sozialer Ungleichheit und den Widerstand der Zivilgesellschaft am Beispiel des von ihr mitgegründeten Kollektivs gegen Folter und Straflosigkeit (CCTI). Diesen Artikel weiterlesen →

Fr 9.11. | Nachhaltigkeit á la cubana – Ökosozialistische Entwicklungen in einem Land

Vortrag und Diskussion / 19:00 Uhr / Eintritt: Spende

Wie zahlreiche andere Länder steht Kuba vor komplizierten Herausforderungen vor allem in der Wirtschaft und bei der Versorgung der Bevölkerung. Hinzu kommt, dass der karibische Inselstaat vom Klimawandel besonders stark betroffen ist, zum Beispiel durch ausbleibenden Regen, durch zerstörerische Wirbelstürme, durch den Anstieg des Meeresspiegels und die Versalzung des küstennahen Grundwassers.
Das sozialistische Kuba bietet eines der wenigen Beispiele für eine aktiv gestaltende Rolle staatlicher Institutionen bei der Lösung anstehender Probleme. Diesen Artikel weiterlesen →

So 11.11. | Titicaca und die verschwundenen Gesichter – entre el oro y el mercurio

Filmvorführung und Publikumsgespräch mit dem Filmemacher Heeder Soto Quispe / 19:00 Uhr / Eintritt: 9,00 €/6,00 €

Dokumentation/Peru 2017, Saywa-Films, Regie Heeder Soto Quispe, 82 Min./Spanisch mit Untertiteln

11-11-2018 Titicaca-Peru-Initiative-HamburgDer Titicacasee ist berühmt und Ziel fast jeder Reise nach Peru und Bolivien. Wenig bekannt ist, wie dieses faszinierende “Meer der Anden” zu einer gigantischen Giftmülldeponie verkommt und wie das Leben in den Zuflüssen erlischt. Der Goldabbau in den apokalyptischen Minenstädten fordert seinen menschlichen und ökologischen Tribut. Menschen verschwinden und Landwirtschaft, Fischfang und Tierzucht der andinen Gemeinden werden unwiederbringlich zerstört. Der Film verdeutlicht dies eindrücklich anhand von Zeitzeugenberichten aus den betroffenen Regionen. Diesen Artikel weiterlesen →

Di 13.11. | Ana Carolina Amaya Tobar: Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit in El Salvador

Vortrag und Diskussion / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

Foto_elrojito_1311Ana Carolina Amayo Tobar ist seit mehr als zwanzig Jahren Expertin für sozio-ökologische Anliegen. Sie begleitet und berät Gemeinden in El Salvador bei den Themen Wasser, Territorium, Biodiversität, Klimawandel und Risikomanagement. Diesen Artikel weiterlesen →

Mi 14.11. | Nicaragua, quo vadis? – Einbindung der Männer in den Widerstand der Frauen

Podiumsgespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

Zwei geflüchtete Nicaraguanerinnen, Kenner_innen des Landes und Verantwortliche für die Städtepartnerschaft berichten in einem moderierten Gespräch über die schweren Unruhen mit Toten und Verletzten. Bei den Protesten gegen die Regierung Ortega spielen Frauen eine herausragende Rolle. Welches sind die Perspektiven und was können wir tun, ohne unsere Partner_innen in Nicaragua zu gefährden? Diesen Artikel weiterlesen →

Do 15.11. | Gesundheitsversorgung im Süden Mexikos

Vortrag und Diskussion / 19:30 Uhr / Eintritt: Spende

Joel Heredia Cuevas ist Arzt und Koordinator der Organisation SADEC (Salud y Desarrollo Comunitario), die in verschiedenen Regionen in Chiapas acht Gesundheitszentren betreibt. Im Gespräch mit dem Publizisten Dr. Peter Clausing berichtet Heredia Cuevas über die Gesundheitsversorgung in den Gemeinden und stellt alternative Wege zwischen traditioneller Medizin und Schulmedizin vor. Diesen Artikel weiterlesen →

Mo 19.11. | “Rojo Amanecer – Roter Morgen” (OmU)

Filmvorführung und Publikumsgespräch / 19 Uhr / Eintritt: 9,00 €/ 6,00 €

19_11_Tlatelolco 68Die blutige Unterdrückung der protestierenden Student_innen am 2. Oktober 1968 auf dem „Platz der drei Kulturen“ steht im Mittelpunkt des Films, der 1991 auf der Berlinale erstmals gezeigt wurde. Polizei- und Militärgewalt beendeten vor 50 Jahren eine Bewegung, die trotz alledem einen politischen und kulturellen Umbruch in Mexiko bedeutete. Diesen Artikel weiterlesen →