Archiv der Kategorie 'Vortrag und Diskussion'

Do 2.11. | Fluchtwege Honduras – Deutschland

Gespräch und Diskussion / 19.00 / Eintritt: frei

Veranstalter: Amnesty International CASA, Mujeres sin Fronteras, peace brigades international (pbi)
Sprache: Spanisch mit deutscher Übersetzung
Ort: Seminarraum Fabrique im Gängeviertel, Valentinskamp 28A

Amnesty_02.11.Acht Jahre nach dem Staatsstreich in Honduras zählen die Gewaltraten in Honduras zu den höchsten weltweit. Die politische Opposition, Menschenrechtsverteidiger*innen, Umweltaktivist*innen und kritische Journalist*innen sind enormen Risiken ausgesetzt.

Besonders betroffen ist die Lesbian-Gay-Bi-Trans-Inter*-Community (LGBTI*). Über 200 gewaltsame Tötungen an Mitgliedern der LGBTI* Community wurden seit 2009 in dem Land mit nur etwa 10 Mio. Einwohner*innen registriert.

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Do 23.11. | Indigene Lebensgestaltung – Gestión Territorial Indígena (Volker von Bremen)

Vortrag und Diskussion / 19.30 Uhr / Eintritt: 3,00 €

Veranstalter: FIAN FoodFirst-Informations- und Aktionsnetzwerk
Ort: Werkstatt 3, Nernstweg 3

FIAN_23.11In fast allen Ländern Lateinamerikas sind Landrechte indigener Völker und Gemeinschaften gesetzlich anerkannt.
Dennoch müssen viele über Jahre und Jahrzehnte erfahren, dass diese Gesetze nicht umgesetzt werden.

Selbst jene, die über Landrechtstitel verfügen, sind mit sich ständig wiederholender Bedrohung ihrer Territorien und entsprechenden Auswirkungen auf ihre Lebensgestaltung konfrontiert. Der Hunger nach Ausbeutung natürlicher Ressourcen macht auch vor anerkannten indigenen Territorien nicht halt.

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Do 10.11. | ACHTUNG: FÄLLT AUS – Linke in der Krise. Zur Rechtswende in Lateinamerika

Die Veranstaltung muss aufgrund der krankheitsbedingten Absage des Referenten leider ausfallen. Wir bitten um Verständnis!

Vortrag / 19 Uhr / Eintritt: 2,-
Mit Achim Wahl (Lateinamerikanist, 2002-04 Büroleiter der RLS in Brasilien)

Linke Regierungen in mehreren lateinamerikanischen Ländern sind seit geraumer Zeit mit sinkender Wählerzustimmung, Massenprotesten sowie ökonomischen und sozialen Problemen konfrontiert. Argentinien, Brasilien, Bolivien, Ecuador und Venezuela zählen dazu. Woran liegen diese Entwicklungen? Dargestellt wird u.a., welche Ausgangsbedingungen und Kräfteverhältnisse in den Gesellschaften vor Beginn der linken Transformationsvorhaben vorherrschten und welche Maßnahmen mit welchen Auswirkungen für die sozioökonomische Lage, die Sicherheit, die Bewegungsfreiheiten sowie für die politischen und gewerkschaftlichen Artikulationsmöglichkeiten von den jeweiligen Linksregierungen durchgeführt wurden und was jetzt passiert. Handelt es sich tatsächlich um das Ende des „progressiven Zyklus“? Und wie steht es um die sozialen Bewegungen?

Veranstalter | Rosa Luxemburg Stiftung HH, Zapapres e.V. Förderung: LZpB HH
Veranstaltungsort | W3, Nernstweg 32, HH-Altona

Fr. 11.11. | Erfahrungen und neue Herausforderungen

Berichte über Monte Azul und andere Projekte
Kurzvorträge, Musik und Fotos / 19-22 Uhr / Eintritt: Spende

mit Valeria Carrilho und ehemaligen Helfern

Zurück vom ehrenamtlichen Engagement in Lateinamerika und doch irgendwie noch dort.
Was mit den Erfahrungen anfangen? Wie schlagen Freiwillige eine Brücke zwischen den Kontinenten?
Wie wird ein kurzes Engagement bewertet?
An diesem Abend geht es um Erfahrungsaustausch.
Dabei soll Schönes und Widersprüchliches zur Sprache kommen.
Ehemalige Helfer berichten über Ihre Arbeit.
Valeria Carrilho wird aus der Perspektive der sozialen Organisation
Monte Azul die Arbeit freiwilliger Helfer in Sao Paulo (Brasilien) bewerten.

Veranstalter | Monte Azul International e.V.
Veranstaltungsort | W3, Nernstweg 32 in HH-Altona

Sexta-feira, 11 de novembro | Experiencias e Novos Desafios

Relatos sobre Monte Azul e outros projetos
Palestra, Música e Fotos | 19:00h | entrada doação

com Valeria Carrilho e antigos voluntários

Eles retornam do seu engajamento na America Latina e ainda se sentem ligados ao trabalho realizado. O que fazer com essa experiencia? Como fazer uma ponte entre os continentes? Como avaliar essa curta experiencia?

Organização | Monte Azul International e.V.
lugar | W3, Nernstweg 32, Hamburg-Altona

 

Di 15.11. | Widerständig und bedroht: Autonome indigene Strukturen in Mexiko

Diskussionsveranstaltung / 19.30 Uhr / Eintritt: Spende

Mit Nestora Salgado – Kommandantin der Autonomen Kommunalen Polizei (CRAC-PC) in Guerrero

Nestora Salgado

Pressekonferenz mit Nestora Salgado nach ihrer Freilassung | Foto María José Martínez / Cuartoscuro

 

 

 

Nach 31 Monaten Haft kam Nestora Salgado im März 2016 frei.  Der Hintergrund ihrer Verhaftung:  Die Autonome Kommunale Polizei  hatte versucht,  die Mafia-Aktivitäten des lokalen PRI-Bürgermeisters zu unterbinden.  Die Macht der Drogenkartelle, die Kriminalisierung indigener Bewegungen  werden Themen sein.

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Di 22. 11. | Mit allen für alle – das revolutionäre und sozialistische Kuba heute

Information & Diskussion / 19.00 Uhr / Eintritt frei

mit Alberto Berbes Sainz de la Torre, Botschaft der Republik Kuba
Seit mehr als einem halben Jahrhundert hat sich durch die Revolution in Kuba das Leben für die Menschen dort grundlegend geändert. Jetzt bereitet das Land sich auf einen Generationenwechsel vor. Die Mächtigsten dieser Welt – meist Männer – haben in den letzten Monaten Kuba besucht. Vor welchen Problemen steht das Land heute? Hält es weiterhin am Sozialismus fest? Und was sind die Aufgaben der Kuba-Solidarität?

Veranstalter | Cuba Sí Hamburg
Veranstaltungsort | Kulturladen St. Georg,  Alexanderstr. 16

Mi 23.11. | Wahlen in Nicaragua 2016

Podiumsgespräch / 18:30 Uhr / Eintritt: frei

Paul Pirker, Obmann der Städtepartnerschaft Salzburg-León
Elba Rivera Urbina, Montessori-Lehrerin Nueva Guinea, Nicaragua
Dr. Volker Wünderich, Leibniz-
Universität Hannover

Moderator: Bernd Pickert, taz-Auslandsredakteur

Im Podiumsgespräch analysieren und kommentieren vier Kenner_innen des Landes die Wahlen vom 6.11. Wie sind sie verlaufen, Bedeutung des Ergebnisses für Nicaragua, die Region, Lateinamerika und die Partnerschaft Hamburg-Léon?

Veranstalter |  Rosa Luxemburg Stiftung HH + Nicaragua Verein
Veranstaltungsort |  Saal der W3, Nernstweg 32, HH-Altona

Miercoles, 23 de noviembre | Elecciones presidenciales en Nicaragua 2016

18:30h | Mesa Redonda

con Elba Rivera, Profesora (pedagogía Montesori)
Dr. Volker Wüderich, Universidad Leibnitz – Hannover
Paul Pirker, Hermanamiento Salsburgo-León

Moderacion: Bernd Pickert, Taz. Corresponsal para el extrangero

Tres conocedores de la situación en Nicaragua analizarán y discutirán en una mesa redonda sobre las elecciones presidenciales y parlamentarias del 6. de noviembre. Cómo se desarrollaron las elecciones? Que significa el resultado para Nicaragua, la región, para latinoamérica y para el hermanamiento de Hamburgo con León?

Organización | Fundación Rosa Luxenburg en cooperación con la asociación Nicaragua Hamburgo

Lugar | Sala de la W3, Nernstweg 32, 22765 Hamburgo-Altona

 

Do 24.11. | „Harte Hand – gibt es eine Alternative für El Salvador?“

Diskussionsveranstaltung / 19:00 Uhr/ Eintritt: frei
El Salvador ist in großen Teilen fest im Griff verschiedener Marabanden. Die Regierung ist nach einer kurzen Zeit der Verhandlungen wieder zur Politik der harten Hand zurückgekehrt. José Santos Guevara Maradiaga und Eduardo Enrique Amaya berichten über die Auswirkungen der Gewalt und die unterschiedlichen Ansätze der Regierung auf die Gemeinden und Basisbewegungen.

Veranstalter | El Rojito, Zapapres e.V., Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V. München
Veranstaltungsort | Große Brunnenstraße 74

jueves, 24 de noviembre | Mano dura – ¿Existe una alternativa para El Salvador?

discusión, 7 hrs. p,m., entrada libre

Gran parte del territorio salvadoreño está bajo el dominio de las maras. Después de una fase corta de negociaciones, el gobierno volvió a una política de mano dura. José Santos Guevara Maradiaga y Eduardo Enrique Amaya informan sobre los impactos de la violencia y los diferentes planteamientos del gobierno hacia las comunidades e organizaciones de base.

organizado por: El Rojito, Zapapres e.V., Oficina Ecuménica para la Paz y la Justicia, Múnich
Lugar: Große Brunnenstraße 74

Fr 25.11. | Guatemala im Blickpunkt: Landrechte und Umwelt

Vortrag Span./D / 19.00Uhr / Eintritt: frei
mit O. Jeronimo (CCCND)

Die Landrechtsinitiative klärt auf zu Problemen von Recht auf Land, und zu wirtschaftlichen und umweltpolitischen Aspekten, insb. im Hinblick auf geplante Wasser-/Energieprojekte. Wegen Bedrohung begleitet pbi die Initiative, um durch internationale Aufmerksamkeit die Aktionsräume der Betroffenen zu sichern.

Veranstalter | pbi, Bramfelder Laterne
Veranstaltungsort | Berner Chaussee 58, HH-Bramfeld

Viernes, 25 de noviembre | En la mirada: Guatemala – Derechos a la tierra y al medio ambiente

Ponencia en castellano con traducción al alemán | 19:00h | entrada libre
con Omar Jeronimo, de  la  CCCND-Coordinadora Central Campesina Chorti/Nuevo Dia

El enfoque del trabajo de la  iniciativa CCCND está en la información y concienciación sobre los derechos a la tierra y al medio ambiente, entre otros – especialmente en las regiones afectadas por los proyectos de construcción de  plantas de energia y agua.

pbi está acompañando a la Coordinadora Central Campesina Chorti/Nuevo Dia con su equipo de acompañamiento-protección para asegurar las posibilidades de acción de la CCCND poniéndola en la mirada e interés internacional.

Organizadores del evento | pbi/brigadas internacionales de paz y Bramfelder Laterne (tienda de comercio justo)
Lugar |  Berner Chaussee 58, Hamburg-Bramfeld

 

Mexiko: Das Ende der vierten Gewalt? Journalisten als Freiwild

Do 29.10. Vortrag, Podiumsgespräch & Diskussion / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

mit Marcela Turati, mexikanische Journalistin und Autorin

Monica Avolio

© Mónica Avolio

mit Christian Mihr (Reporter ohne Grenzen) und Stefan Endter (DJV-Hamburg)?Moderation: Peter Burghardt (Süddeutsche Zeitung)
Mexiko befindet sich in einer schweren politischen Krise. Die verschwundenen (und wahrscheinlich getöteten) 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa hatten im Herbst 2014 in der Bevölkerung das Fass der Empörung zum Überlaufen gebracht. Dabei gehen kritische Journalisten_innen immer häufiger ein tödliches Risiko ein, wenn sie ihren Beruf ausüben und auf Verzahnungen der organisierten Kriminalität mit Personen aus Wirtschaft, Politik und Drogenhandel hinweisen.
Ende Juli 2015 wurden in einer Wohnung in Mexiko-Stadt der aus Veracruz geflüchtete Fotojournalist Rubén Espinosa, die Menschenrechtsaktivistin Nadia Vera und weitere drei Frauen gefoltert und mit Genickschuss hingerichtet. Espinosa hatte soziale Bewegungen und Polizeiübergriffe dokumentiert. Der Gouverneur des Bundesstaats hat keinen Handschlag dafür getan, auch nur einen der 14 Morde an Journalisten in drei Jahren seiner Amtszeit aufzuklären. Die Täter bleiben in aller Regel straffrei.
Auch Mexikos Bundesregierung lässt kritische Journalisten auf eine Weise im Stich, dass sie de facto vogelfrei sind. Dass es überhaupt noch welche gibt, die sich um Recherchen auch zu heiklen Themen bemühen, grenzt an ein Wunder. Mit einem absoluten Machtanspruch wird die Gewaltenteilung ausgehebelt und die „vierte Gewalt“ bekämpft.
Die mexikanische Journalistin und Autorin Marcela Turati berichtet über die aktuelle Situation in Mexiko und diskutiert über investigativen Journalismus mit ihren deutschen Kollegen. Turati schreibt für das Wochenmagazin „Proceso“ zu sozialen Themen und Menschenrechtsfragen. Mit ihrem Buch „Fuego Cruzado: las víctimas atrapadas en la guerra del narco“ thematisierte sie erstmals die neue Welle der Gewalt in Mexiko. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2011 mit dem deutschen Journalistenpreis Walter Reuter.
Veranstalter: Amnesty International – Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), Hamburg
Ort: Instituto Cervantes, Chilehaus, Eingang B, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg

Mexiko: TerrorZones

Di 3.11. / Vortrag & Diskussion/ 19.30 Uhr/  Eintritt: frei

Mit Wolf-Dieter Vogel, Autor und Journalist

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Extreme Gewalt und Morde prägen Mexikos Alltag; bis zu 45.000 Soldaten sind zur Bekämpfung der Drogenkartelle im Einsatz. Der Menschenrechtsaktivist José A. Guevara sagt sogar: „Ziel der aktuellen Politik des mexikanischen Staates ist es, Menschen auf Verdacht zu töten, weil sie eventuell  mit dem organisierten Verbrechen in Kontakt stehen“. Die Rolle von Militär und Polizei, aber auch die Frage nach Lösungsvorschlägen sind Themen der Veranstaltung. Dabei geht es, wie Vogel gemeinsam mit den Autor_innen  Anne Huffschmid, Nana Heidhues und Michael Krämer im Ende August veröffentlichten Buch „TerrorZones“ betont nicht um einfache Erklärungsmuster, da der Terror oft nicht einer einzigen Logik entspringt und sich zentraler Kontrolle entzieht. Ebenso vielfältig – und manchmal ambivalent – sind auch die Strategien des Überlebens und der Gegenwehr.

Veranstalter: zapapres e.V. (Mexiko – Nachrichten – Import) in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg
gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche

Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg

Rum oder Gemüse? Landwirtschaft in Kuba und Nicaragua zwischen Ernährungssouveränität, Kooperativen und Weltmarkt

Do 05.11. Film & Vortrag / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

mit Klaus Hess, Informationsbüro Nicaragua
In Nicaragua zählt die Landwirtschaft weiterhin zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen, und die sandinistische Regierung ermöglicht seit 2007 neue integrale Ansätze für die ländliche Entwicklung, die weit über die Förderung der KleinproduzentInnen hinausgehen. In Kuba ist Ernährungssouveränität eines der großen Ziele. Der Staat verteilt Land an Genossenschaften und Kleinbauern/-bäuerinnen, sie produzieren mittlerweile 57% der Lebensmittel. Gleichzeitig entstehen alternative Projekte wie Organopónicos (Stadtgärten), die zur städtischen Lebensmittelversorgung beitragen.
Gibt es angesichts der jeweils besonderen Geschichte Kubas und Nicaraguas emanzipatorische Ansätze in beiden Länder, die die Ernährungssicherheit der Bevölkerung garantieren? Wie ist das Verhältnis zwischen staatlichen, genossenschaftlichen und privaten bäuerlichen Betrieben? Gibt es unabwendbare Zwänge in Anbetracht der Globalisierung, die landwirtschaftliche Produktion auf den Weltmarkt auszurichten? Und welche Rolle spielen dabei die Freihandelsverträge der EU?
Veranstalter: Nicaragua-Verein Hamburg, el rojito e.V.
Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Seminarraum, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg-Altona

Von Rio nach Hamburg! Neue Olympische Spiele oder leere Versprechungen?

Mi 11.11. Vortrag & Diskussion / 18:00 Uhr / Eintritt: Spende

mit Christopher Gaffney, in englischer Sprache
Als 2013 Menschenmassen gegen die Art und Weise wie die FIFA, das IOC und die brasilianische Regierung WM und Olympia vorbereiten, in Rio de Janeiro und zahlreichen anderen Städten Brasiliens protestierten, war Christopher Gaffney mit dabei. Der von der University of Texas promovierte Geograph war erst Fulbright Stipendiat, dann Gastprofessor an der Universidade Federal Fluminense und hat sich zwischen 2009 und 2014 mit den Auswirkungen der Mega Events auf die 12 brasilianischen Host Cities und mit den Themen der Protestbewegung vertieft beschäftigt. Seine Forschung fokussierte sich auf die sozialen Bewegungen in Zusammenhang mit Sportgroßveranstaltungen, die urbanen Dynamiken der Stadt Rio de Janeiro und die politische Ökonomie des Fußballs. Gaffney beschränkte sich aber nicht einzig auf das Schreiben akademischer Texte sondern engagierte sich ebenfalls als Aktivist in den lokal organisierten Protestkomitees. Durch seine scharfen, auf den Punkt gebrachten Kritiken und Analysen ist er außerdem einem internationalem Publikum in zahlreichen Fernseh- und Zeitungsinterviews bekannt geworden. Aktuell ist er Research Fellow am Institut fu?r Geographie der Universität Zu?rich und beschäftigt sich dort mit den sozialen, politischen und ökonomischen Akteuren, die Einfluss auf die Olympischen Spiele 2016 nehmen. Er ist Herausgeber des Journal of Latin American Geography und vertieft derzeit seinen Blog `Hunting White Elephants´ in einem Buch.
Veranstalter: IKS Institut für Kriminologische Sozialforschung, Monte Azul International e.V.
Ort: UNI-Hamburg, Hörsaal H, Erzwiss, Von Melle Park 8, 20146 Hamburg

Inseln der Hoffnung? Die Erfahrungen mit linksdemokratischen Regierungen in Mexiko-Stadt und Bogotá

Do 12.11. Vortrag / 19:00 Uhr / Eintritt: frei

mit Martin Schwarzbach
Die Hauptstädte Mexikos und Kolumbiens, zweier Länder geprägt von Ungleichheit, politischer Verfolgung und Drogenkrieg, werden seit längerer Zeit von linksdemokratischen Parteien regiert. Hoffnungen auf eine Demokratisierung und Befriedung dieser Länder von links sind mit diesen Regierungen verknüpft. Sind diese Hoffnungen berechtigt? Martin Schwarzbach von der Initiative Mexiko versucht, in seinem Vortrag ein differenziertes Bild zu zeichnen. Während Erfolge in der Armutsbekämpfung und Bürgerbeteiligung unbestreitbar sind, prägen andererseits auch Probleme von Korruption, persönlichen Machtambitionen und ideologischen Grabenkämpfen das Bild.
Veranstalter: Initiative Mexiko (INI-MEX)
Ort: Ev. Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie, Horner Weg 170, 22111 Hamburg (U2 Rauhes Haus)

gefördert von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung

Ecuador: Buen Vivir – Gutes Leben oder zurück auf Null?

Fr 20.11. Vortrag / 19.30 Uhr / Eintritt: 3,-

mit Milton Yulán Morán, von der Bauernorganisation Tierra y Vida

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Die Verfassung Ecuadors, seit 20. Oktober 2008 in Kraft und in einer Volksabstimmung mit grosser Mehrheit angenommen, liest sich stellenweise wie eine Enzyklopädie guter Vorsätze und wünschenswerter Zustände: Soziales und solidarisches Wirtschaften, nachhaltige Entwicklung, Geschlechtergerechtigkeit, Besinnung auf Pachamama, Mutter Erde, Buen Vivir – Gutes Leben, Ernährungssouveränität, Biodiversität und anderes mehr. Die Gesellschaft Ecuadors und seine natürlichen Reichtümer waren Jahrhunderte lang der Ausbeutung durch die spanischen Kolonisatoren, die einheimische Oberschicht und multinationale Konzerne unterworfen.
Nach zahlreichen vergeblichen Anläufen kam 2006 eine Regierung an die Macht, die dieser fatalen Entwicklung zumindest ein vorläufiges Ende setzen wollte. Nach knapp 10 Jahren muss leider eine ernüchternde Bilanz gezogen werden. Kaum eines der hehren Ziele wurde konsequent umgesetzt. Im Gegenteil, die angekündigte Agrarreform, die Gewährleistung der Ernährungssouveränität, der Verzicht auf die Ausbeutung der Erdölvorkommen im östlichen Tiefland und anderes mehr kamen über Versprechungen nicht hinaus. Andererseits werden soziale Bewegungen und Organisationen, ihre MitarbeiterInnen verfolgt und kriminalisiert wenn sie versuchen, ihr verbrieftes Recht auf „Gutes Leben“ mit friedlichen Mitteln durchzusetzen.
Milton Yulán Morán ist Anwalt der Bauernorganisation Tierra y Vida, Land und Leben, Mitglied von FIAN Ecuador und Berater von FIAN International. Er wird sich vor dem Hintergrund der Postulate der Verfassung mit der Wirklichkeit der Agrarreform und der Ernährungssouveränität auseinandersetzen.
Veranstalter: FIAN (FoodFirst Informations- und Aktionsnetzwerk für das Recht auf Nahrung) Lokalgruppe Hamburg
Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Seminarraum, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg-Altona

Mittelamerika: Empörung gegen die Korruption

Di 24.11. Vortrag & Diskussion / 19.30 Uhr / Eintritt: 3,-

mit Isabel Rosales Sandoval, Guatemala, und Herlinda Martínez Ortega, Honduras

Moderation: Dr. Sabine Kurtenbach, GIGA Institut für Lateinamerika-Studien

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Im Frühjahr ist in Mittelamerika die Bewegung der Empörten entstanden. In Guatemala gelang bereits die Einrichtung einer Internationalen Kommission gegen die Straflosigkeit, die Untersuchungen gegen den Präsident und weitere Politiker eingeleitet hat. Wöchentlich finden große Protestmärsche statt, in Honduras wird wie in Guatemala die Einrichtung einer Kommission und der Rücktritt des Präsidenten gefordert. Gelingt es der Bewegung, Mittelamerika zu verändern?

Veranstalter: zapapres e.V. (Honduras Koordination Hamburg)

Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Saal, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg-Altona

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gefördert von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung