Archiv der Kategorie 'Lateinamerikatage 2013'

Lateinamerikatage 2013: Lebens(T)räume

Die aktuellen und historischen Entwicklungen in Lateinamerika sind für uns Anlass, Menschen zu Wort kommen zu lassen, die sich auf beiden Seiten des Atlantiks dafür einsetzen, dass die Träume von einem gerechten, menschenwürdige Leben Chancen auf reale Umsetzung bekommen. Die Frei-Räume, über diese Träume und Projekte nachzudenken, dürfen ebenso wenig eingeschränkt werden, wie die Lebensräume, die den Indígenas und den Kleinbauern noch zur Verfügung stehen.
Vorträge mit Diskussion, aber auch eine Filmreihe und eine musikalisch untermalte Lesung prägen das Programm. Auch wenn Lateinamerika mehr als 10 000 Kilometer von uns entfernt liegt, teilen wir viele der Träume für ein menschenwürdiges und gerechtes Leben. Die Veranstaltungen sollen auch Gelegenheit geben darüber nachzudenken, welche Räume wir hier zur Umsetzung schaffen können.

Hier könnt ihr euch das Programm 2013 herunterladen.

Di 15. Okt 2013 ( 20 Uhr) / Konzertlesung

Gioconda Belli: Die Frau lebt nicht vom Brot allein

Mit Gioconda Belli, begleitet vom Grupo Sal Duo (Fernando Dias Costa & Aníbal Civilotti)
Ort: Staatliche Jugendmusikschule Hamburg (Miralles Saal), Mittelweg 42
Eintritt: 17,- € / ermäßigt 10,- €
Veranstalter: Nicaragua Verein Hamburg
Gefördert durch die Senatskanzlei Hamburg
Veranstaltung mit Übersetzung (Brigitte Karner)
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Di 15. Okt (19 Uhr) / Ausstellungseröffnung

Der andere 11. September – 40 Jahre Putsch in Chile
Mit Christian Arndt (Pastor i.R.) und Prof.em. Dr. jur. Norman Paech
Ort: Foyer der ehem. HWP, Von-Melle-Park (Campus Uni Hamburg)
Die Ausstellung ist dort vom 15.-29.10.2013 zu sehen
Eintritt: frei
Veranstalter: Kinderhilfe Chile Hamburg

Mi 16. Okt (19 Uhr) / Vortrag + Diskussion

„Freiheit für Mutter Erde“
Die Nasa-Indigenen und ihr gewaltfreier Kampf für Land, Frieden und Autonomie

Mit Janeth Paja und Ernesto Cunda (autonome Indigena-Organisation ACIN)
Ort: Instituto Cervantes im Chilehaus, Fischertwiete 1 (Eingang B, 1.Etage)
Eintritt: frei
Veranstalter: peace brigades international (pbi) und Brot für die Welt
Gefördert mit Mitteln des KED / Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche
Veranstaltung mit Übersetzung
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Filmreihe: Der Kampf um Gerechtigkeit in Guatemala

In den Jahren 1960 bis 1996 herrschte in Guatemala ein Bürgerkrieg, von dem sich das Land bis heute nicht erholt hat. Mehrere Guerillagruppen kämpften gegen wechselnde Militärjuntas, die im Laufe der Auseinandersetzungen etwa 200.000 Menschen verschleppten und ermordeten. Die Regierungszeit von General Ríos Montt (April 1982 bis Juli 1983) gehört zu den brutalsten Kapiteln des Krieges. Ihm wurde im Mai 2013 der Prozess gemacht. Eine mutige Richterin verurteilte den heute 86-jährigen zu 80 Jahren Haft. Er war der erste ehemalige Staatschef in Lateinamerika, der von einem einheimischen Gericht wegen Völkermordes verurteilt wurde. Auch wenn dieses Urteil kurze Zeit später wieder aufgehoben wurde, wird damit kein Schlussstrich unter die Vergangenheit gezogen. Der Kampf um Gerechtigkeit in Guatemala wird weitergehen.
Anhand von drei Dokumentarfilmen soll dieses mittlerweile Generationen übergreifende, nationale Trauerspiel illustriert werden. Am Ende der Vorführungen stellen sich Experten Fragen des Publikums.

Mo 28. Okt (19 Uhr) / Film + Diskussion
La Isla – Archive einer Tragödie
(Dt teilw. OmU, 2009, 85 min. von Uli Stelzner)
In Anwesenheit des Regisseurs

Mi 30. Okt (19 Uhr) / Film + Diskussion
The Echo of Pain of the Many (Das Echo des Schmerzes vieler)
(O engl., 2011, 90 min. von Ana Lucía Cuevas)
In Anwesenheit von Johannes Stiebitz, pbi-Rückkehrer

Mo 04. Nov (21:15 Uhr) / Film + Diskussion
Granito. How to nail a dictator (Wie man einen Diktator festnagelt)
(O engl., 2011, 90 min. von Pamela Yates)
In Anwesenheit von Sabine Kurtenbach (Guatemala-Expertin, ILAS/GIGA-Hamburg)

Ort der Reihe: Metropolis-Kino, Kleine Theaterstr. 10 (neben der Oper)
Eintritt: 7,- € pro Abend
Veranstalter: Amnesty International – Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe zusammen mit peace brigades international (pbi)

Fr 01. Nov (20 Uhr) / Vortrag + Gespräch

Cultura Comunitaria Viva!
Bericht und Gespräch über den 1. Lateinamerikanischen Kongress Lebendige Stadtteilkultur
(Congreso Latinoamericano De Cultura Viva Comunitaria – Mai 2013)
Mit Ivan Nogales (Hauptinitiator und Koordinator des Congreso CVC, Teatro Trono, Bolivien)
Moderation: Norbert Hackbusch (Kulturpolischer Sprecher Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE)
Ort: Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 11
Eintritt: frei
Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg und Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
Veranstaltung mit Übersetzung
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So 03. Nov (15 Uhr) / Ausstellungseröffnung

Der andere 11. September – 40 Jahre Putsch in Chile
Mit Stephan Ruderer (Universität Münster)
Ort: Apostelkirche, Bei der Apostelkirche 6 (HH-Eimsbüttel)
Die Ausstellung ist dort vom 03.-30.11.2013 zu sehen
Eintritt: frei
Veranstalter: Kinderhilfe Chile Hamburg

Fr 15. Nov (19 Uhr) / Vortrag + Diskussion

Favela Monte Azul als Lebensraum
Über ein Leuchtturmprojekt zur Gestaltung brasilianischer Slums

Mit Ute Craemer (Gründerin der Associação Comunitária Monte Azul)
Ort: GLS-Bank, Mittelweg 147
Eintritt: frei
Veranstalter: GLS Bank, Zukunftsstiftung Entwicklung und Monte Azul International

Die kleine Initiative Associação Comuntária Monte Azul wurde 1979 von der deutschen Waldorf-Pädagogin Ute Craemer in einer Favela in São Paulo ins Leben gerufen. Sie ist mittlerweile zu einer sozialen Organisation mit Modellcharakter für die Herausforderungen eines Großstadt-Slums geworden. 1350 Kinder und Jugendliche werden betreut, insgesamt 20.000 Menschen in drei Favelas profitieren von der Arbeit.
Deutsche und Brasilianer arbeiten dort seit über 30 Jahren Seite an Seite, um die Lebensbedingungen der Menschen in den Favelas nachhaltig zu verbessern.
Das dort entwickelte partizipative und integrative Modell von Communitybuilding und Entwicklungszusammenarbeit, das die Einwohner der Favelas in die Arbeit einbindet, ist bis heute einzigartig und dient vielen anderen sozialen Projekten als Vorbild.
Die Arbeit ist geprägt von einer Sicht auf den Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele und basiert auf der Anthroposophie. Auch die Erziehungsmethode, die in den pädagogischen Einrichtungen angewandt wird, beruht auf der von Rudolf Steiner entwickelten Waldorfpädagogik.
Ute Craemer ist zutiefst davon überzeugt, dass soziale Arbeit eine spirituelle Grundlage haben muss, sei sie nun christlich oder anderweitig geprägt. Nur wenn der Mensch als Ganzes gesehen wird, kann wirkliche Veränderung stattfinden.

Do 21. Nov (19 Uhr) / Vortrag + Diskussion

Schutzlos gegen Pflanzenschutz?
Tödliche Niereninsuffizienz auch in El Salvador
Referentin: Anita Escher (Botschafterin von El Salvador)
Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2
Eintritt: frei
Veranstalter: el rojito und Nicaragua Verein Hamburg
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Di 26. November (19:00 Uhr) / Vortrag + Diskussion

40 Jahre nach dem Putsch in Chile
Bilanz eines neoliberalen Experiments
Mit Maya Fernández Allende, Enkelin von Salvador Allende, Biologin und sozialistische Kommunalabgeordnete in Santiago | Cristián Cuevas Zambrano, Vorsitzender der Gewerkschaft der Leiharbeiter der Kupferindustrie
Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V., Nernstweg 32-34
Eintritt: frei
Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg e.V.
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Do 05. Dez (19.30 Uhr) / Vortrag + Diskussion

Honduras: Soziale Bewegungen zwischen Wahlspektakel und Repression
Bericht der internationalen Beobachtungsmission, die die sozialen Bewegungen in der Wahlzeit begleitet hat
Mit Jutta Blume (Honduras Delegation)
Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2
Eintritt: frei
Veranstalter: zapapres Mexiko-Nachrichten-Import, Café Libertad Kollektiv, peace brigades international (pbi), Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg
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