Archiv der Kategorie 'Lateinamerikatage 2014'

Lateinamerikatage 2014: Kontinent in Bewegung – Continente en movimiento

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Seit vielen Jahren finden in Hamburg jährlich im Herbst die Lateinamerikatage statt. Die Lateinamerikatage sind ein Bündnis von Basisgruppen, die im November vielfältige Veranstaltungen (Vorträge, Diskussionen, Konzerte, Filmaufführungen, etc.) rund um Themen zu Lateinamerika organisieren. Spenden für die Lateinamerikatage 2014

Kolumbien – auf dem Weg zum Frieden

Mittwoch, 5. November 2014, 19:30 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Erik Arellana und Gloria Cala

wirft einen Blick auf die Vorschläge von sozialen und besonders Frauenbewegungen in Kolumbien nach dem Prozess des Friedensdialogs zwischen Regierung und Guerilla FARC/EP in La Habana 2012. Die Bewegungen fordern die Anerkennung ihrer effektiven Partizipation – gerade für die Zukunft. Und sie ermutigen zur Solidarität angesichts der  vielfältigen Herausforderungen  nach den Friedensgesprächen.

Ort: Seminarraum der W3, Nernstweg 32 in HH-Altona, Eintritt 3,- Euro
Veranstalter: peace brigades international, gefördert von: Miteinanders

Wie man eine Favela umkrempelt

Freitag, 7. November 2014, 20 Uhr

Lesung mit Ute Craemer und Dunja Batarilo

Wie wird aus einem Slum ein Ort mit Lebensqualität? Die Favela Monte Azul am Rande der Megacity São Paulo hat es geschafft, Gewalt und Elend aus eigener Kraft zu überwinden. Den Impuls dazu gab die Lehrerin Ute Craemer.
Wie das gelingen konnte, beschreibt Dunja Batarilo in ihrem Buch „Die Brückenbauerin“. Gründlich vor Ort recherchiert gewährt es lebendige Einblicke in das Leben in der Favela.

Ort: Centro Sociale; Sternstraße 2, Eintritt: 3,- Euro
Veranstalter: Monte Azul International e.V.

Zurück zur Diktatur – Die Lage der Menschenrechte in Honduras

Dienstag, 11. November 2014, 19.30 Uhr

Vortrag und Diskussion
mit Donny Reyes Velazquez, Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte

Seit vielen Jahren kämpft Donny Reyes, Koordinator der LGBT-Verei­nigung Arcoiris, für die Menschenrechte der sexuellen Minderheiten und die juristische Aufarbeitung zahlreicher Morde an Schwulen, Lesben und Transsexuellen.
Mit dem Putsch im Juni 2009 hat sich die Lage erheblich verschlechtert. 2012 überlebte er nur knapp einen Mordanschlag. Im September 2013 wurden aus dem Büro von Arcoiris mehrere Computer mit sensiblen Daten gestohlen.
Alle wichtigen Positionen im Staat werden nun von der Nationale Partei besetzt. Welche Chancen hat da die oppositionelle Bewegung?

Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg, Eintritt: Spende
VeranstalterInnen: zapapres e.V. Honduras Koordination Hamburg, peace brigades international, Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Mexiko – Würde und Gerechtigkeit für die Indigenen in Guerrero

„Außer Kontrolle“ (Stop Folter!-Kampagne)

Mittwoch, 12. November 2014, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion
mit
Abel Barrera, Leiter des Menschenrechtszentrums ‘Tlachinollan‘ in Tlapa/Guerrero und Träger des Amnesty-Menschenrechtspreises 2011
und
Selmin Çaliskan, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International.
Übersetzung: Jutta Klass, zapapres

A. Barrera gehört zu den führenden Menschenrechtlern in Mexiko. Er setzt sich seit vielen Jahren mit hohem persönlichem Risiko fu?r die indigenen Völker in der Montaña (Bergregion) von Guerrero ein. Das Massaker vom 26. September 2014 an den unbewaffneten Lehramts-Studenten von Ayotzinapa und die Rolle des Staates in Verbindung mit dem organisierten Verbrechen werden zentrale Themen sein.
S. Çaliskan berichtet über die derzeit laufende weltweite Kampagne „Stop Folter!“ von Amnesty International. Mexiko ist eines der fünf Schwerpunktländer dieser Kampagne. Die deutsche Übersetzung des Mexikoberichts wird bei der Veranstaltung ausliegen.
Musikalischer Rahmen: Mitglieder des ChorCovado, Hamburg (a capella)

Ort: Apostelkirche, Bei der Apostelkirche, 20257 HH-Eimsbüttel, Eintritt frei, Spende erbeten
Veranstalter: Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), zapapres e.V. Mexiko Nachrichten Import

Agroindustrie in Paraguay: Landraub und Hunger

Freitag 14. November 2014, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Marcos André Glauser, Paraguay

Vertreibungen, Morde, Versprühen chemischer Substanzen gehören zu den  von der Agroindustrie angewandten Methoden um Indigene und Kleinbauern ihres Landes zu berauben. Deutschland importiert Soja, Fleisch, Holzkohle aus Paraguay und trägt damit zu den verheerenden Folgen der Gewalt bei.

Ort: W 3, Nernstweg 32, Seminarraum, Eintritt: 3,- Euro
Veranstalter: FIAN, FoodFirst Informations- und Aktionsnetzwerk für das Recht auf Nahrung

NAFTA, Biodiversität und indigene Autonomie

Freitag, 21. November 2014, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Martin Schwarzbach

Der 1994 in Kraft getretene Freihandelsvertrag zwischen Mexiko, den USA und Kanada (NAFTA) hat weitreichende Folgen für die mexikanische Landwirtschaft, insb. für die Maisbauern, die bereits davor kaum vom Maisanbau leben konnten (angewiesen auf Wanderarbeit bzw. Geldüberweisungen aus den USA): sie sind seitdem der US-amerikanischen Konkurrenz ausgesetzt und die einmalige Mais-Biodiversität droht verlorenzugehen. Welche Überlebensstrategien ergreifen die Maisbauern Mexikos?

Ort: Ev. Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie, Horner Weg 170 (U2 Rauhes Haus)
Eintritt: 3,- Euro

Veranstalter: Ininmex

Vor ca. 25 Jahren: Kuba und das Ende der Apartheid

Dienstag, 25. November 2014, 19 Uhr

Dokumentarfilm und Vortrag mit Wolfgang Mix

Das Eingreifen Kubas brachte die südafrikanische Invasion Angolas 1988 in eine hoffnungslose Lage, führte zum kompletten Rückzug und zu Namibias Unabhängigkeit – der Anfang vom Ende des Rassistenregimes. Von Nelson Mandela als Beitrag zu Unabhängigkeit, Freiheit und Gerechtigkeit in Afrika gewürdigt, „dessen prinzipientreuer und selbstloser Charakter ohne Parallele ist“.

Ort: w3, Nernstweg 32-34, in HH-Altona, Eintritt: Spende
Veranstalter: Cuba Sí Hamburg

Abseits! Sicherheitsstrategie während der Fußball-WM

Donnerstag, 27.November 2014, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Dennis Pauschinger

Sportliche Mega Events sind Sicherheitsspektakel. Die Sicherheitsmaßnahmen während der WM haben für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Aber wie wurde die Sicherheit gewährleistet und welchen Preis hat die Bevölkerung bezahlt? Dennis Pauschinger hat das direkt recherchiert. In der Diskussion kann es auch um Parallelen bei uns gehen.

Ort: FC St. Pauli Fanräume, Heiligengeistfeld 1a, Eintritt frei

Veranstalter: el rojito e.V.