Lateinamerikatage Hamburg

Lateinamerikatage Hamburg 2016

Demokratisierung in der Sackgasse?
Democratización – ¿Un callejón sin salida?
23. 10. bis 25. 11. 2016

Nach der Welle der Diktaturen in den 1970/80ern und dem neoliberalen Ausverkauf in den 90er Jahren, kamen mit dem neuen Jahrtausend in mehreren Ländern Lateinamerikas sozialdemokratisch bis sozialistisch orientierte Regierungen an die Macht und setzten neue wirtschafts- und sozialpolitische Akzente. Mittlerweile regiert in Argentinien erneut ein neoliberaler Präsident und in Brasilien wurde die Präsidentin politisch weggeputscht. Die Zukunft von Venezuela ist ungewiss; dagegen scheint der Friede in Kolumbien nah. Sollte die eingeleitete Demokratisierung bereits am Ende sein? Vor dem Hintergrund der traditionsreichen Beziehungen zwischen Hamburg und Lateinamerika organisieren die unterzeichnenden Organisationen auch in diesem Herbst wieder die kritischen Lateinamerikatage in dieser Stadt.

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Vergangene Veranstaltungen 2016:

So 23.10. | Deutschlandjahr in Mexiko – Solidarität mit geflüchteten Menschen und Migrant_innen in Deutschland und Mexiko

Kinovorführung mit dem Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante“
und dem Kurzfilm „Samira“, aufgenommen in Tenosique und Hamburg
Film und Gespräch /11:00Uhr /Eintritt: Kinopreis

1023_Samira        1023_Viacrucis Migrante

Samira                                                                  Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen
von Charlotte A. Rolfes                               von Hauke Lorenz

Anlässlich des sechsten Jahrestages eines Massakers an 72 Migrant_innen in Mexiko organisierten die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, La72 – Hogar Refugio para personas Migrantes und Hauke Lorenz eine Veranstaltung mit mobilem Kino in Mexiko. Diese Veranstaltung wiederholen wir Anwesenheit von Fray Tomás González, dem Gründers der Migrantenherberge in Tenosique, Marta Sánchez Soler vom Movimiento Migrante Mesoamericano und dem Regisseur Hauke Lorenz (das Team von Samira ist angefragt). Gezeigt werden die Filme: “Samira” aus Hamburg und “Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen”, gedreht in Tenosique, Tabasco.

Samira, von Charlotte A. Rolfes, D 2015, 17 Min.

Janosch, ein Dolmetscher, wird zu einem Polizeieinsatz am Hamburger Hafen gerufen. Eine junge Afrikanerin hat sich auf einem Frachter verbarrikadiert und droht damit, sich umzubringen. Um sie zur Aufgabe zu bewegen, verspricht ihr Janosch seine Hilfe, die plötzlich weit über das hinaus geht, was er sich vorgestellt hat.

Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen, von Hauke Lorenz, D 2015, 61 Min

„Viacrucis Migrante“ ist ein Dokumentarfilm über Männer, Frauen und Kinder, die vor den existenziell bedrohlichen Verhältnissen in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala Richtung Norden fliehen. Sie begeben sich auf eine lebensgefährliche Reise mit ungewissem Ausgang. Kurz hinter der südmexikanischen Grenze finden sie eine Herberge mit Menschen, die ihnen dabei helfen, das Martyrium der mindestens 1.700 Kilometer langen Reise Richtung USA zu überstehen.

Der Film ist eine Koproduktion von Hauke Lorenz und TIDE – Hamburgs Community Sender und Ausbildungskanal. Er ist in Kooperation mit der Migrantenherberge La72 entstanden. Hauke Lorenz wird seinen Film präsentieren und anschließend darüber diskutieren.

www.alemania-mexico.com/solidaritat-mit-gefluchteten-menschen-und-migrant_innen-in-mexiko-und-deutschland

Veranstalter | Amnesty International Mexiko – und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), Medico International, die thede e.V., Hamburg Media School, TIDE – Hamburgs Communitysender und Ausbildungskanal, Hauke Lorenz.
Veranstaltungsort | Abaton Kino

Mi 02.11. | Honduras: En mis tacones / In meinen High Heels

Kurzfilm und Gespräch mit Trans*Aktivistin Frenessys Sahory Reyes /19:00 Uhr /Eintritt: 6 (erm. 4)

Der Dokumentarfilm En mis tacones (2010; 30 Min.) zeigt: Unverständnis, Diskrimination und Hassverbrechen gehören zum Alltag der LGBTI*Community in Honduras. Doch auch der Widerstand gegen die Menschenrechtsverletzungen wächst. Zur aktuellen Situation informiert die Trans*Aktivistin Frenessys Sahory Reyes.

Veranstalter | Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe (CASA), Zapapres
Veranstaltungsort | 3001 Kino, Schanzenstr. 75

1102_High Heels„La historia del movimiento en diversidad sexual se ha escrito con sangre“ – die Geschichte der Bewegung für sexuelle Vielfalt wurde mit Blut geschrieben. Das Eingangszitat des Dokumentarfilms En mis tacones (2010; 30 Min.) des honduranischen Regisseurs Fernando Reyes lässt die Zuschauer*innen in die Schuhe der Transfrauen von Honduras schlüpfen.
In ihren High Heels lernen die Zuschauer*innen das Leben, die Geschichte und Erfahrungen der Protagonist*innen zu teilen. Homosexuelle Männer und Frauen, Transvestiten, Transgeschlechtliche und Transsexuelle erleiden schon seit vielen Jahren Diskriminierung in Honduras. Die Situation hat sich seit dem Putsch im Jahr 2009 immer weiter zugespitzt.
Die meisten Hassverbrechen richten sich gegen transsexuelle Menschen und bleiben fast immer unbestraft. Die Dokumentation wird der interessierten hamburgischen Öffentlichkeit als Einführung ins Thema dienen. Ausgehend von der beschriebenen Situation wollen wir das Gespräch eröffnen: Wie ist die Situation der LGBTI*Community in Honduras heute? Welche Reaktionen kommen aus der Zivilgesellschaft? Welche Formen des Widerstandes haben sich entwickelt und welche Erfolge können sie verzeichnen?
Antworten auf diese und weitere Fragen wird uns Frenessys Sahory Reyes geben. Sie zählt zu den bekanntesten Aktivist*innen für LGBTI*Rechte des Landes. Seit 2007 setzt sie sich gemeinsam mit der Asociación Arcoíris für die Rechte transsexueller Menschen ein und ist Mitbegründerin der Frauengruppe Muñecas de Arcoíris.
Wir freuen uns, dass sie nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr den direkten Dialog mit hamburgischen NGOs und der Zivilgesellschaft eröffnet. Vertreter*innen der Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe sowie von Queer Amnesty Hamburg und Zapapres laden euch zu einem Film- und Gesprächsabend ins 3001 Kino ein.
Mi 09.11. Film und Gespräch /19:00 Uhr /Eintritt: 6 (erm. 4)

Do 3.11. | Kolumbien: Frieden nach 60 Jahren Krieg?

Referat, Fotos, Grafiken/  19 Uhr / Eintritt 3.-
Mit Gloria Cala und Erik Arellana

Haben Vernunft und Friedenswillen endlich gesiegt?

Nicht die eine oder andere Partei im über 50 Jahre währenden Krieg in Kolumbien zwischen Regierung, Militär und Milizen auf der einen,  Guerillaorganisationen auf der anderen Seite darf den „Sieg“ davon tragen sondern nur der politische und soziale Frieden. Alles andere wäre der Keim für neue Gewalt.
Die Verhandlungen für das am 26.09.2016 abgeschlossene Friedensabkommen zogen sich über 4 Jahre hin, waren gespickt mit Hindernissen, Rückschlägen und Risiken.
Jetzt scheint ein entscheidender Schritt getan nach dem Kolumbiens Bevölkerung aufatmen kann.
Noch aber ist eine weite Wegstrecke zu gehen. Ihre „Meilensteine“ werden in dem Vertragstext von fast 300 Seiten definiert. Deren Umsetzung soll von der UNO begleitet und überwacht werden:

–    am 2. Oktober 2016 soll Kolumbiens Bevölkerung in einem Plebiszit über Annahme oder Ablehnung des Abkommens abstimmen. Nach der zu erhoffenden Annahme müssen folgende in ihrer Bedeutung kaum zu überschätzenden Probleme behandelt und gelöst werden:

–    Einigung auf eine umfassende Agrarreform über die eines der alten Konfliktpotentiale des Landes abgebaut werden muss. Eine ungleiche und extrem ungerechte Verteilung des land- und viehwirtschaftlich nutzbaren Landes führte seit kolonialen Zeiten immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Bauern und Grossgrundbesitzern und auch zum Entstehen der Guerrillabewegungen. Die Produktivität des landwirtschaftlichen Sektors blieb nicht zuletzt wegen der extensiven Nutzung des Landes weit hinter den tatsächlichen Möglichkeiten zurück.

–    Umwandlung der Guerillaorganisation FARC in eine politische Partei die neben den bereits bestehenden Parteien des Landes um soziale und politische Ziele auf demokratischem, parlamentarischem Weg umsetzen zu können.
Über die „Unión Patriotica“ UP, wurde dieser Weg bereits einmal eingeschlagen, mit dem verheerenden Ergebnis, dass etwa 3000 ihrer Mitglieder, die sich um politische Ämter beworben, ermordet wurden.

–   Entwaffnung der Guerrilla und ihre Eingliederung in die Gesellschaft
Diese Entwicklung wird, so ist zu befürchten, sehr viel Zeit beanspruchen und zu Rückschlägen führen. Viele der Kämpfer/innen haben keinen Beruf erlernt, waren nur im Untergrund tätig, haben Verbrechen begangen.

–   Schaffung einer Sonderjustiz zur Erhebung von Anklagen und Verurteilung von Straftaten.
Die juristische Aufarbeitung der während 50 Jahren erbitterten Krieges begangenen oft schwersten Straftaten wird sehr viel Zeit beanspruchen, zumal diese sowohl von Regierung, Militär und Milizen als auch von der Guerrilla zu verantworten sind.

–    Entschädigung der Opfer des Krieges
Die FARC werden hiermit vor eine gewaltige Aufgabe gestellt von deren Lösung die Stabilität des Friedens wesentlich abhängen wird.

–    Aufgabe des Drogenhandels durch die FARC,
eine wesentliche Einkommensquelle sowohl für die Organisation als solche als auch für zahlreiche einzelne Kämpfer

Der Vorgänger des derzeitigen Präsidenten des Landes, Álvaro Uribe, ein „hardliner“
besonderer Art, ist entschiedener Gegner des Friedensabkommens und setzt alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ein, um das Abkommen scheitern zu lassen.
Sowohl mit populistischer Propaganda als auch über die von ihm gegründete Partei wird die Friedensvereinbarung bekämpft. Uribe setzte während seiner zwei Amtszeiten von 2002 bis 2010 auf eine militärische Lösung und strebte die völlige Vernichtung der Guerrillabewegungen an.

Über die Perspektiven des Friedensprozesses werden am 03. November 19.00 Uhr in der Werkstatt 3, Nernstweg 32, Altona

• Gloria Cala und
• Erik Arellana

berichten. Beide mussten ihre Heimat Kolumbien auf Grund persönlicher Bedrohung verlassen und leben seit einiger Zeit in Deutschland.

Veranstalter | FIAN
Veranstaltungsort | Seminarraum der W3, Nernstweg 32, Altona

Mi 09.11. | Honduras/Mexiko: Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen

Film und Gespräch /19:00 Uhr /Eintritt: 6,- (erm. 4)

Regisseur Hauke Lorenz präsentiert seinen Dokumentarfilm (2015) zur Arbeit der Migrantenherberge “La72″ an der Grenze Guatemala-Mexiko. Im Anschluss berichtet er von der Filmtournee im Rahmen des Deutschlandjahres in Mexiko und den Reaktionen der Gesellschaft.

Veranstalter | Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe (CASA), Zapapres e.V.
Veranstaltungsort | 3001 Kino, Schanzenstr. 75 (im Hof), 20357 Hamburg

Do 10.11. | ACHTUNG: FÄLLT AUS – Linke in der Krise. Zur Rechtswende in Lateinamerika

Die Veranstaltung muss aufgrund der krankheitsbedingten Absage des Referenten leider ausfallen. Wir bitten um Verständnis!

Vortrag / 19 Uhr / Eintritt: 2,-
Mit Achim Wahl (Lateinamerikanist, 2002-04 Büroleiter der RLS in Brasilien)

Linke Regierungen in mehreren lateinamerikanischen Ländern sind seit geraumer Zeit mit sinkender Wählerzustimmung, Massenprotesten sowie ökonomischen und sozialen Problemen konfrontiert. Argentinien, Brasilien, Bolivien, Ecuador und Venezuela zählen dazu. Woran liegen diese Entwicklungen? Dargestellt wird u.a., welche Ausgangsbedingungen und Kräfteverhältnisse in den Gesellschaften vor Beginn der linken Transformationsvorhaben vorherrschten und welche Maßnahmen mit welchen Auswirkungen für die sozioökonomische Lage, die Sicherheit, die Bewegungsfreiheiten sowie für die politischen und gewerkschaftlichen Artikulationsmöglichkeiten von den jeweiligen Linksregierungen durchgeführt wurden und was jetzt passiert. Handelt es sich tatsächlich um das Ende des „progressiven Zyklus“? Und wie steht es um die sozialen Bewegungen?

Veranstalter | Rosa Luxemburg Stiftung HH, Zapapres e.V. Förderung: LZpB HH
Veranstaltungsort | W3, Nernstweg 32, HH-Altona

Fr. 11.11. | Erfahrungen und neue Herausforderungen

Kurzvorträge, Musik und Fotos / 19-22 Uhr / Eintritt: Spende
Berichte über Monte Azul und andere Projekte
mit Valeria Carrilho und ehemaligen Helfern

Zurück vom ehrenamtlichen Engagement in Lateinamerika und doch irgendwie noch dort.
Was mit den Erfahrungen anfangen? Wie schlagen Freiwillige eine Brücke zwischen den Kontinenten?
Wie wird ein kurzes Engagement bewertet?
An diesem Abend geht es um Erfahrungsaustausch.
Dabei soll Schönes und Widersprüchliches zur Sprache kommen.
Ehemalige Helfer berichten über Ihre Arbeit.
Valeria Carrilho wird aus der Perspektive der sozialen Organisation
Monte Azul die Arbeit freiwilliger Helfer in Sao Paulo (Brasilien) bewerten.

Veranstalter | Monte Azul International e.V.
Veranstaltungsort |W3, Nernstweg 32 in HH-Altona

 

Sexta-feira, 11 de novembro | 19:00h | entrada doação

Palestra, Música e Fotos

Experiencias e Novos Desafios

Relatos sobre Monte Azul e outros projetos

com Valeria Carrilho e antigos voluntários

Eles retornam do seu engajamento na America Latina e ainda se sentem ligados ao trabalho realizado. O que fazer com essa experiencia? Como fazer uma ponte entre os continentes? Como avaliar essa curta experiencia?

Organização | Monte Azul International e.V.

lugar | W3, Nernstweg 32, Hamburg-Altona

 

Di 15.11. | Widerständig und bedroht: Autonome indigene Strukturen in Mexiko

Diskussionsveranstaltung / 19.30 Uhr / Eintritt: Spende

Mit Nestora Salgado – Kommandantin der Autonomen Kommunalen Polizei (CRAC-PC) in  Guerrero.  Nach 31 Monaten Haft,  kam sie im März 2016 frei.  Der Hintergrund ihrer Verhaftung:  Die Autonome Kommunale Polizei  hatte versucht,  die Mafia-Aktivitäten des lokalen PRI-Bürgermeisters zu unterbinden.  Die Macht der Drogenkartelle, die Kriminalisierung indigener Bewegungen  werden Themen sein.

Nestora Salgado

Pressekonferenz mit Nestora Salgado nach ihrer Freilassung | Foto María José Martínez / Cuartoscuro

Nestora Salgados willkürliche und unrechtmäßige Verhaftung im August 2013 erfolgte – so die UNO-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Verhaftungen – wegen ihres Kampfes für die Rechte der indigenen Völker als Kommandantin der indigenen Gemeindepolizei in Guerrero und sie kritisierte, dass willkürliche Verhaftungen und die Kriminalisierung von sozialen Kämpfer*innen und von Menschenrechtsvertreter*innen in den vergangenen Jahres in Mexiko enorm zugenommen haben. Der Hintergrund ihrer Verhaftung: Die Autonome Kommunale Polizei hatte versucht, die Zusammenarbeit der lokalen PRI-Regierung mit den Drogenkartellen zu unterbinden und hatte es geschafft, die Kriminalitätsrate um 90% zu reduzieren.

Am 18. März diesen Jahres kam Nestora Salgado endlich frei und wurde vor dem Frauengefängnis von Mexiko-Stadt von einer Delegation der Kommunalpolizei Guerreros und von Vertreter*innen der Eltern der 43 verschwundenen Studenten von Ayotzinapa begrüßt. In einer anschließenden Pressekonferenz schilderte sie die vergangenen Jahre im Gefängnis: 20 Monate in Isolationshaft, ohne Zugang zu medizinischer Versorgung im Hochsicherheitsgefängnis von Tepic, Nayarit. “Sie behandelten mich auf die brutalstmögliche Art”, beschrieb sie diese Zeit. Erst nach einem 30-tägigen Hungerstreik und aufgrund des wachsenden öffentlichen Drucks wurde Salgado im Juni 2015 in das Frauengefängnis in Mexiko-Stadt verlegt, wo sie endlich Zugang zu Gesundheitsversorgung erhielt. Sie ist und war das bekannteste Gesicht der rund 400 inhaftierten Gemeindepolizisten aus den Bundesstaaten Guerrero und Michoacán.

Kaum auf freiem Fuß, betonte Salgado, dass sie den Kampf um die Freilassung aller politischen Gefangenen in Mexiko aufnehmen wolle, deren Zahl landesweit auf 500 geschätzt wird. Darunter sind auch neun weitere Gemeindepolizisten der CRAC-PC von Guerrero, welche ebenfalls 2013 verhaftet wurden und unter denselben Anklagen wie Salgado weiter einsitzen.

Die Arbeit der Policía Comunitaria werden ebenso Thema der Veranstaltung sein, wie die Macht der Drogenkartelle, die Kriminalisierung indigener Bewegungen und der Kampf für die Freilassung der politischen Gefangenen.

Veranstalter | Zapapres e.V. in Zusammenarbeit mit IniMex und der RLS-Hamburg
Veranstaltungsort | Centro Sociale, Sternstr. 2; U-Feldstraße

 

Martes, 15 de noviembre | 19:30h | entrada donativo

acto informativo y de discusión

Resistiendo y amenazadas – Estructuras indígenas autónomas en México

con Nestora Salgado, comandante de la policía comunitaria autónoma (CRAC-PC) en  Guerrero.

Después de 31 meses en la cárcel, Nestora Salgado fue liberado en marzo del 2016. El fondo político de su encarcelamiento fue la lucha de la policía comunitaria autónoma contra las actividades criminales del alcade y los regidores del PRI, todos ellos relacionados con los cárteles.

Los temas del acto informativo son entre otros: el poder de los cárteles y la criminalización de los movimientos indígenas y sociales.

Organizadores | zapapres e.V., junto con Inimex + la Fundación Rosa Luxemburgo de Hamburgo

Lugar |  Centro Sociale, Sternstr. 2; U-Feldstraße

Mi 16.11. | Stimmen des Widerstandes aus Honduras: COPINH – Unnachgiebige Rebellion

Film & Gespräch / 19:00 Uhr / Eintritt: 6,- (erm. 4,-)

Dokumentarfilm (2016): Nach dem Tod der Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres sind die Kämpfe der Aktivist_innen und die Arbeit des zivilen Rates der Indigenen- und Volksorganisationen von Honduras (COPINH) weltweit in den Fokus gerückt.

mit der Filmemacherin Momo

1116_Stimmen des Widerstandes

Honduras gehört weltweit fuer Menschenrechtsverteiger*innen zu den gefährlichsten Ländern, es ist geprägt von einer zunehmenden Militarisierung,  Korruption, Straflosigkeit und dem Ausverkauf des Landes. Kritische soziale Bewegungen, die die Natur gegen die rücksichtlose Ausbeutung durch Megaprojekte verteidigen, werden mit Repressionen überzogen. Eine dieser energisch kämpfenden Organisationen ist COPINH. Der Zivile Rat der Basis- und indigenen Organisationen Honduras kämpft seit 23 Jahren, leistet Widerstand und baut Alternativen auf. COPINH  ist eine indigene, anti-patriarchale, anti-neoliberale Organisation, die das Wohl der indigenen Gemeinden anstrebt. 200 Gemeinden aus sechs Departements sind in COPINH organisiert. Der Dokumentarfilm zeigt die Vielfalt der Kämpfe sowie den Mut und die würdevolle Rebellion von COPINH.

Beim anschliessenden Austausch mit der Filmemacherin Momo soll die Brücke zu Deutschland geschlagen und gemeinsam nach Unterstützungs- und Handlungsmöglichkeiten gesucht werden.

Veranstalter | Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe (CASA), Zapapres e.V.
Veranstaltungsort |3001 Kino, Schanzenstr. 75 (im Hof), 20357 Hamburg

Do 17.11. | El Salvador: Wo Fehlgeburten zu Haftstrafen führen

Vortrag / 19.30 Uhr / Eintritt: frei

El Salvador „feiert“ seit einigen Jahren traurige Rekorde: 2015 hatte El Salvador die höchste Mordrate der Welt zu verzeichnen, das war in allen Medien. Vom rigorosen Abtreibungsrecht, das Leben und Gesundheit der Hälfte der Bevölkerung gefährdet, berichten nur die wenigsten.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in diesem Land seit 1998 absolut verboten, selbst wenn das Leben der werdenden Mutter oder des Babies auf dem Spiel steht oder die Schwangerschaft auf Gewalt zurückzuführen ist. Und Gewalt gegen Frauen ist alltäglich; bei ca. 30 % der Geburten sind die Mütter minderjährig. Die rechtsgerichtete Partei ARENA fordert zurzeit noch drakonischere Strafen für Abtreibungen als die, die bereits gesetzlich festgehalten sind.

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Teodora del Carmen Vásquez, El Salvador © Amnesty International

Als Konsequenz aus dem Abtreibungsverbot resultieren zahlreiche weitere Verletzungen der Menschenrechte: Ärzte und PflegerInnen sind verpflichtet, beim geringsten Verdacht Frauen anzuzeigen; vielen Frauen bleibt nur der Weg zu Kurpfuschern – ohne Rücksicht auf Leben und Gesundheit; Frauen, die Fehlgeburten erleiden, werden vom Krankenhaus aus direkt in Haft genommen, ohne Rücksichte auf ihre minderjährigen Kinder und ihre Familien. So erging es auch Teodora. Sie hat an ihrer Arbeitsstelle 2008 eine Totgeburt erlitten und wurde sofort von der Polizei festgenommen. Das Urteil: 30 Jahre Haft. Und sie ist nicht die Einzige.

Christa Rahner-Göhring informiert über Situation und Geschichten dieser Frauen.
Sie ist Sprecherin der El-Salvador -Koordinationsgruppe von Amnesty International in Deutschland. Sie ist seit 30 Jahren mit der Menschenrechtssituation in El Salvador vertraut.

Veranstalter | El Rojito, Amnesty International
Veranstaltungsort | Gr.Brunnenstr. 74

Di 22. 11. | Mit allen für alle – das revolutionäre und sozialistische Kuba heute

Information & Diskussion / 19.00 Uhr / Eintritt frei

mit Alberto Berbes Sainz de la Torre, Botschaft der Republik Kuba
Seit mehr als einem halben Jahrhundert hat sich durch die Revolution in Kuba das Leben für die Menschen dort grundlegend geändert. Jetzt bereitet das Land sich auf einen Generationenwechsel vor. Die Mächtigsten dieser Welt – meist Männer – haben in den letzten Monaten Kuba besucht. Vor welchen Problemen steht das Land heute? Hält es weiterhin am Sozialismus fest? Und was sind die Aufgaben der Kuba-Solidarität?

Veranstalter | Cuba Sí Hamburg
 Veranstaltungsort | Kulturladen St. Georg,  Alexanderstr. 16

Mi 23.11. | Wahlen in Nicaragua 2016

Podiumsgespräch / 18:30 Uhr / Eintritt: frei

Paul Pirker, Obmann der Städtepartnerschaft Salzburg-León
Elba Rivera Urbina, Montessori-Lehrerin Nueva Guinea, Nicaragua
Dr. Volker Wünderich, Leibniz-
Universität Hannover

Moderator: Bernd Pickert, taz-Auslandsredakteur

Im Podiumsgespräch analysieren und kommentieren vier Kenner_innen des Landes die Wahlen vom 6.11. Wie sind sie verlaufen, Bedeutung des Ergebnisses für Nicaragua, die Region, Lateinamerika und die Partnerschaft Hamburg-Léon?

Veranstalter |  Rosa Luxemburg Stiftung HH + Nicaragua Verein
Veranstaltungsort |  Saal der W3, Nernstweg 32, HH-Altona

 

Miercoles, 23 de noviembre | 18:30h | Mesa Redonda

Elecciones presidenciales en Nicaragua 2016

con Elba Rivera, Profesora (pedagogía Montesori)
Dr. Volker Wüderich, Universidad Leibnitz – Hannover
Paul Pirker, Hermanamiento Salsburgo-León

Moderacion: Bernd Pickert, Taz. Corresponsal para el extrangero

Tres conocedores de la situación en Nicaragua analizarán y discutirán en una mesa redonda sobre las elecciones presidenciales y parlamentarias del 6. de noviembre. Cómo se desarrollaron las elecciones? Que significa el resultado para Nicaragua, la región, para latinoamérica y para el hermanamiento de Hamburgo con León?

Organización | Fundación Rosa Luxenburg en cooperación con la asociación Nicaragua Hamburgo

Lugar | Sala de la W3, Nernstweg 32, 22765 Hamburgo-Altona

 

Do 24.11. | „Harte Hand – gibt es eine Alternative für El Salvador?“

Diskussionsveranstaltung / 19:00 Uhr/ Eintritt: frei
El Salvador ist in großen Teilen fest im Griff verschiedener Marabanden. Die Regierung ist nach einer kurzen Zeit der Verhandlungen wieder zur Politik der harten Hand zurückgekehrt. José Santos Guevara Maradiaga und Eduardo Enrique Amaya berichten über die Auswirkungen der Gewalt und die unterschiedlichen Ansätze der Regierung auf die Gemeinden und Basisbewegungen.

Veranstalter | El Rojito, Zapapres e.V., Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V. München
Veranstaltungsort | Große Brunnenstraße 74

 

jueves, 24 de noviembre
discusión, 7 hrs. p,m., entrada libre

Mano dura – ¿Existe una alternativa para El Salvador?

Gran parte del territorio salvadoreño está bajo el dominio de las maras. Después de una fase corta de negociaciones, el gobierno volvió a una política de mano dura. José Santos Guevara Maradiaga y Eduardo Enrique Amaya informan sobre los impactos de la violencia y los diferentes planteamientos del gobierno hacia las comunidades e organizaciones de base.

organizado por: El Rojito, Zapapres e.V., Oficina Ecuménica para la Paz y la Justicia, Múnich
Lugar: Große Brunnenstraße 74

Fr 25.11. | Guatemala im Blickpunkt: Landrechte und Umwelt

Vortrag Span./D / 19.00Uhr / Eintritt: frei
mit O. Jeronimo (CCCND)
Die Landrechtsinitiative klärt auf zu Problemen von Recht auf Land, und zu wirtschaftlichen und umweltpolitischen Aspekten, insb. im Hinblick auf geplante Wasser-/Energieprojekte. Wegen Bedrohung begleitet pbi die Initiative, um durch internationale Aufmerksamkeit die Aktionsräume der Betroffenen zu sichern.

Veranstalter | pbi, Bramfelder Laterne
Veranstaltungsort | Berner Chaussee 58, HH-Bramfeld

 

Viernes, 25 de noviembre | 19:00h | entrada libre

En la mirada: Guatemala – Derechos a la tierra y al medio ambiente

con Omar Jeronimo, de  la  CCCND-Coordinadora Central Campesina Chorti/Nuevo Dia

Ponencia  en castellano con  traducción al alemán

El enfoque del trabajo de la  iniciativa CCCND está en la información y concienciación sobre los derechos a la tierra y al medio ambiente, entre otros – especialmente en las regiones afectadas por los proyectos de construcción de  plantas de energia y agua.

pbi está acompañando a la Coordinadora Central Campesina Chorti/Nuevo Dia con su equipo de acompañamiento-protección para asegurar las posibilidades de acción de la CCCND poniéndola en la mirada e interés internacional.

Organizadores del evento | pbi/brigadas internacionales de paz y Bramfelder Laterne (tienda de comercio justo)

Lugar |  Berner Chaussee 58, Hamburg-Bramfeld